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Staatsschutz ermittelt weiter

Fragen nach Polizeieinsatz in Cottbus-Sachsendorf bleiben offen

Vor Ort traf die Polizei nur eine Gruppe deutscher Männer an. FOTO: Frank Hilbert

Cottbus. Es könnte eine Schlägerei zwischen Deutschen und Migranten drohen, darüber berichteten mehrere Zeugen die Polizei. Nach dem Einsatz blieben vor allem Fragen offen. Daran hat sich auch am Samstag nichts geändert.

Keine neuen Erkenntnisse gibt es nach Informationen der Polizei zu einem Einsatz am Donnerstag, erfuhr die RUNDSCHAU auf Nachfrage am Samstag. Die Beamten waren am Donnerstagabend kurz nach 20.40 Uhr in den Stadtteil Sachsendorf ausgerückt. „Mehrere Zeugen hatten darüber informiert, dass sich zwei Gruppen in der Nähe des Gelsenkirchener Platzes aufhalten und sich Auseinandersetzungen zwischen ihnen anbahnen könnten“, hatte Polizeisprecher Maik Kettlitz am Freitag gegenüber der RUNDSCHAU gesagt. Eine Gruppe sollte aus zehn bis zwölf dunkel gekleidete Personen deutscher Nationalität bestehen. Der zweiten ebenso großen Gruppe sollten Menschen mit Migrationshintergrund angehören. Diese hätten Baseballschläger dabei gehabt, hatten die Zeugen berichtet.

Nach Auskunft des Polizeisprechers trafen die Polizisten allerdings vor Ort nur elf Deutsche im Alter von 16 bis 36 Jahren und einen 19-jährigen Usbeken an. Die Beamten stellten deren Identitäten fest, wobei zwei alkoholisierte Männer aggressiv geworden seien und polizeiliche Weisungen missachtet hätten. Sie wurden vorrübergehend in Gewahrsam genommen, kamen später aber wieder auf freien Fuß. Mehrere Gruppenmitglieder waren der Polizei bereits wegen Gewaltdelikten bekannt, erklärte Maik Kettlitz. „Von Amts wurden Ermittlungsverfahren wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz eingeleitet und außerdem Platzverweise erteilt“, so der Sprecher der Polizeidirektion Süd..

Die Suche nach der vermeintlich zweiten Gruppe verlief nach Auskunft eines Polizeisprechers mittlerweile bis Samstag ergebnislos. Der kriminalpolizeiliche Staatsschutz ermittelt weiterhin. Die Kriminalisten suchen Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu Geschehnissen und handelnden Personen geben können. Hinweise nimmt Polizeiinspektion Cottbus/Spree-Neiße in Cottbus entgegen unter der Telefonnummer 0355-4937 1227 oder die Internetwache der Brandenburger Polizei unter www.polizei.brandenburg.de/onlineservice/hinweis-geben

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