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Panini-Bilder

Panini umgeht Werbeverbot an Schulen

Auch vor der Fußballweltmeisterschaft in Russland sind beträchtliche Teile der deutschen Bevölkerung vom Sammelfieber ergriffen. Panini nennt keine Zahlen. FOTO: dpa / Lena Klimkeit

Cottbus. Großzügigkeit oder pädagogisch wertvoll? An Grundschulen in Cottbus werden Panini-Stickerhefte ausgeteilt, trotz Werbeverbot.

45 Millionen Euro Umsatz machte Panini zur Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien allein in Deutschland. Damit das bunte Heft mit 683 Klebebildchen auch in diesem Jahr wieder zum Verkaufsschlager wird, geht der Verlag früh auf Kundenfang. Und der beginnt schon in Schulen. Über einen Dienstleister lässt Panini kostenlose Hefte und Sticker an Bildungseinrichtungen verschicken. Doch wie verträgt sich das mit dem gesetzlichen Werbeverbot an brandenburgischen Schulen?

„Das geschieht keinesfalls ungefragt“, stellt Andreas Danner, Marketingmanager von Panini, klar. Nur wer Teil des Sponsoring-Pools des Dienstleisters ist, bekommt die Hefte. Jederzeit kann die Zusammenarbeit beendet, die Hefte gar zurückgeschickt werden. „Panini kommt damit einem ohnehin bestehendem Bedürfnis nach. Viele Schulen wenden sich an uns und bitten um Alben und Tüten“, erklärt Andreas Danner.

Weil das zu Hochzeiten der WM allein nicht machbar sei, hat Panini die Agentur „Blattwerk Media“ beauftragt. Das Unternehmen mit Sitz in Recklinghausen betreut laut eigenen Angaben mehr als 7000 Kindergärten und fast 3000 Grundschulen bundesweit. Der „Spezialist für kind- und familiengerechtes Marketing“ schreibt auf seiner Internetseite, dass nicht jedes werbliche Anliegen umgesetzt werden darf. Aber: „Panini-Hefte förden unseres Erachtens den persönlichen Austausch zwischen Menschen“, erklärt Blattwerk-Geschäftsführer Ulf Lucas. Der Nutzen für die Kinder müsse immer an erster Stelle stehen. „Nur pädagogisch sinnvolle und dem Alter angemessene Produkte werden an Kinder verteilt“, heißt es auf der Internetseite der Agentur.

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