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Podiumsdiskussion zu Journalismus in Cottbus

Zweifel an der Wahrhaftigkeit der Medien

Kritik am Journalismus: Viele Teilnehmer aus dem Publikum stellen die Arbeit der Medien infrage und äußern Verbesserungswünsche. FOTO: Frank Hammerschmidt

Cottbus. Zu viel eigene Meinung, zu wenig Recherche und oft nur die halbe Wahrheit verbreitet: Aus dem Publikum erfahren Journalisten bei einer Diskussion im Medienhaus der Lausitzer Rundschau vielstimmige Kritik – und Wünsche zur künftigen Berichterstattung.

Kann man Medien noch trauen? Das ist das Thema, zu dem die Landespressekonferenz Brandenburg am Donnerstagabend in das LR-Medienhaus nach Cottbus eingeladen hat, Gastgeber ist also die RUNDSCHAU. Das Forum ist voll besetzt, und aus geplanten eineinhalb Stunden Podiumsdiskussion werden schnell zwei Stunden. Kein Wunder, denn die Journalisten auf dem Podium kommen mit Lesern, Hörern und Fernsehzuschauern zum „Lügenpresse“-Vorwurf ins Gespräch. Und sie schlagen den Bogen weiter zur Vertrauensfrage.

Die bleibt letztlich unbeantwortet. Vielleicht gelingt dies bei einer von LR-Chefredakteur Oliver Haustein-Teßmer angekündigten Fortsetzung dieser Debatte. Bis dahin stehen Vorwürfe im Raum, die von den fast 100 Gästen im Forum nicht selten mit Beifall bedacht werden. So, als ein lebenserfahrener Leser den Begriff „Lügenpresse“ zwar als ungerechtfertigt bezeichnet, zugleich aber hinzufügt: „Die Medien neigen dazu, eigene Meinungen in Nachrichten unterzubringen. Etwa: Die Russen sind böse.“

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