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Cottbus

Rekordverdächtiger Sommer

Der mit 37 Grad Celsius wärmste Tag des Jahres in Cottbus war der 8. August. FOTO: Uli Deck

Cottbus. Waren die vergangenen Wochen wirklich so heiß und trocken, wie es sich anfühlte? Die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes haben in die Cottbuser Daten geschaut.

Heißzeit, wochenlang Temperaturen um die 30-Grad-Marke, Trockenheit, volle Freibäder, Unterstützung fordernde Landwirte – der Sommer 2018 lieferte reichlich Gesprächsthemen. Doch war er tatsächlich so heiß und so trocken, wie er sich anfühlte? Die RUNDSCHAU hat die Experten vom Deutschen Wetterdienst (DWD) gebeten, einen Blick in ihre Statistiken zu werfen und das Gefühl mit Zahlen zu versehen. Und das Ergebnis ist nicht eindeutig. Während es für ganz Deutschland schon ein rekordverdächtiger Sommer war, gab es in Cottbus auch schon wärmere und trockenere Sommermonate.

Der Sommer 2018 war nach einer vorläufigen Bilanz des DWD der zweitheißeste und zweittrockenste seit Beginn regelmäßiger Wettermessungen in Deutschland im Jahr 1881. Durchschnittstemperaturen sowie Niederschlagsmengen hätten deutlich über beziehungsweise unter den langjährigen Mittelwerten gelegen.

Auch für Cottbus kann Ralph Hasse, der für den Deutschen Wetterdienst die Daten der Wetterstation in der Cottbuser Vogelsiedlung ausgewertet hat, von den Temperaturen her einen zweiten Platz zu vermelden. Der langjährige Mittelwert, der im meteorologischen Sommer vom 1. Juni bis 31. August gemessen wird, war in diesem Jahr mit 20,6 Grad Celsius um 2,9 Grad zu warm. Der Höchstwert in diesem Segment wurde im Jahr 1992 gemessen. Damals standen hier 20,7 Grad in der Statistik. „Der kälteste in Cottbus registrierte Sommer war 1923 mit einem Mittel der Lufttemperatur von 15,9 Grad“, so Ralph Hasse.

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