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Tischtennis

Frauen-Power beim Jubiläum in Cottbus

Im Einzel lieferte sich Anastasiia Burkova (Finnland) in der Lausitz-Arena mit Marek Novotny (Slowakei) ein hochklassiges Finale. FOTO: Rüdiger Hofmann

Cottbus. Die 20-jährige Anastasiia Burkova begeistert als einzige weibliche Starterin das Publikum beim großen internationalen Turnier von Automation.

Sie ist 20 Jahre jung, stammt aus Jaroslawl in Russland, tritt aber inzwischen für Finnland an: Anastasiia Burkova. Beim nunmehr 30. Internationalen Tischtennis-Turnier (ITAC) der SG Automation 86 Cottbus gewann Burkova als einzige Frau (!) im 64 Spieler umfassenden Teilnehmerfeld den Doppelwettbewerb an der Seite ihres Spielpartners Matias Ojala gegen die slowakische Paarung Novotny/Zarik nach 2:0-Satzrückstand und setzte sich außerdem noch mit ihrer finnischen Mannschaft PT Koskin Kaiku im Teamwettbewerb vor der ersten Mannschaft von Elan Sportif de Montreuil (Frankreich) durch.

Im Einzelwettkampf musste sich Burkova lediglich dem Slowaken Marek Novotny von SK Stavmontaze Kosice in einem furiosen Endspiel mit 1:3 geschlagen geben. Auf das bereits sehr druckvolle Spiel von Burkova hatte Novotny meist die passende Antwort mit harten und unglaublich platzierten Konterbällen. Die gut gefüllte Haupttribüne in der Cottbuser Lausitz-Arena, auf der auch Rudolf Sporrer vom Internationalen Tischtennis-Verband (ITTF) und Dirk Schiffler vom Tischtennis-Verband Brandenburg (TTVB) unter den Ehrengästen weilten, zollte den Spielern viel Beifall für einen beherzten Auftritt an drei Wettkampftagen.

Seit 2016 studiert die junge Tischtennisspielerin Burkova englische Informationstechnologie an der Haaga-Helia University of Applied Sciences in Helsinki. Nach mehr als zweijährigem permanenten Aufenthalt in Finnland hat sie die Startberechtigung für das nordeuropäische Land erhalten. „Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung“, sagt Burkova nach dem Finale in Cottbus. Dass sie ausschließlich gegen männliche Konkurrenz spielen musste, macht ihr nichts aus, zumal es ihr in Finnland ähnlich geht. „Für mein Spiel ist es sehr gut, mit Männern zu üben“, sagte Burkova mal in einem Interview gegenüber der Europäischen Tischtennis-Union.

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