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Trotz der Widrigkeiten lief es anfangs nach Plan für den Gastgeber. Der hatte sich nach elf Minuten mit 5:2  nach vorn gebracht und hielt den Drei-Tore-Vorsprung bis in die 20. Minute hinein (7:4). Dann schlichen sich zunehmend mehr Fehler ein. Auf Nervosität wollte es Glenn Nietzel nicht zurückführen. „Wir hatten Probleme mit der Wurfeffektivität und haben es  immer wieder durch die Mitte versucht“, stellte er fest. In den ersten 30 Minuten leistete man sich  eine Vielzahl von Fehlwürfen, ungenauen Abspielen und technischen Fehlern, die den Gästen sogar zur 10:11-Führung verhalfen, die Alexander Takev mit dem Pausenpfiff egalisieren konnte. In dieser Phase zahlte sich die kompakte Abwehrarbeit aus, mit Eric Hinzer im Tor, der solide hielt und sogar einen Strafwurf parierte.

Nach dem Wiederanpfiff agierten die Cottbuser konzentrierter, leisteten sich vorn weniger Fehler und blieben in der Abwehr stabil.  Im Tor stand nun Julien Adam, der eine gute Partie ablieferte, zehn Schüsse abwehrte und sogar ein  Tor zum zwischenzeitlichen 15:15 erzielte. Doch es blieb eng, weil der Neubrandenburger Lukasz Calujek (10 Tore) schwer zu bremsen war. Als Trainer Bursac nach 40 Minuten seinen Kapitän Robert Takev als Sonderbewacher für ihn abstellte, brachte das die erhoffte Wirkung. Sieben Minuten vor Spielende gelang dem LHC erstmals wieder eine Drei-Tore-Führung (23:20), die man sicher und als Lohn für eine große Willensleistung ins Ziel brachte. „Kämpferisch war das sehr gut, spielerisch noch schwierig, weil wir aufgrund der geringen Trainingsbeteiligung viele Dinge nicht trainieren können“, so Robert Schulze.

„Die bessere Mannschaft hat gewonnen, aber es gibt noch viel Potenzial nach oben“, konstatierte LHC-Präsidiumsmitglied Frank Prätzel nach dem Abpfiff durch die Schiedsrichterinnen Kerstin Pohlmann und Karolin Sense, die das Spiel solide leiteten.

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