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Handball

LHC Cottbus belohnt sich für mutigen Auftritt

LHC-Trainer Marcus Meier durfte sich am Ende über seine mutigen Wechsel freuen. Er warf den jungen Alexander Häntschke in der entscheidenden Phase ins Spiel. FOTO: Steffen Beyer

Cottbus. Cottbuser Handballer gewinnen Oberliga-Auftakt gegen Greifswald/Loitz – auch dank eines blutjungen Jokers.

Die Mehrzahl der nur 263  Zuschauer im „Backofen“ Lausitz-Arena dürften sich gut drei Minuten vor dem Abpfiff verwundert die Augen gerieben und sich gefragt haben: „Was macht denn der Meier jetzt?“ Nach Ablauf  der  von Trainer Marcus Meier beantragten Auszeit schickte er mit Alexander Häntschke seinen Jüngsten im Team auf das Parkett.  Zu diesem Zeitpunkt war der komfortable Vorsprung des LHC von sieben Toren zur Halbzeit (19:12) nicht etwa ausgebaut, sondern  beim Stand von 32:30 nahezu aufgebraucht. Das in den ersten 30 Minuten abgebrannte Feuerwerk  eines starken Abwehrverbundes und  zielstrebiger Angriffsaktionen hatte in der Fortsetzung in Spielhälfte zwei doch einige Fehlzündungen.

In dieser Situation, als der sicher geglaubte Auftakterfolg erheblich in Gefahr  geraten war, war Meiers Entscheidung ohne Frage mutig. Doch sie brachte das gewünschte Resultat. Nachdem zunächst Pascal Hüneburg auf der für einen Rechtshänder schwierigen Rechtsaußenposition mit einem sehenswerten Tor den Abstand wieder auf drei Tore erhöht hatte, den die Gäste allerdings postwendend erneut verkürzen konnten, war es zweimal Häntschke, der nervenstark den Ball  im gegnerischen Gehäuse unterbrachte. Meier sah sich am Ende bestätigt: „Der Junge kann das. Wir als LHC sind ein Ausbildungsverein. Wann sollen  junge Leute lernen, mit Druck umzugehen, wenn nicht in solchen Situationen?“

Florian Takev, der mit sechs Toren  nach Robert Schulze (acht Tore) zweitbester Werfer bei den Cottbusern war, plauderte nach dem Anpfiff sogar ein wenig aus dem Nähkästchen: „Wir hatten uns zuvor  auf der Bank  mit Marcus Meier verständigt, noch einen Angriff abzuwarten. Den haben wir verkackt, und dann erfolgte eben der Wechsel.“

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