ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Handball

LHC-Handballerinnen steigen auch als Vizemeister nicht auf

Eine Torgarantin beim LHC Cottbus: Nicole Radzko traf "in der Waagerechten" stolze 104 Mal. FOTO: Georg Zielonkowski

Cottbus. Die Handballerinnen vom LHC Cottbus verpassen den ganz großen Wurf – und steigen auch nicht durch das Hintertürchen auf.

Belastet mit drei Niederlagen beendet die Frauen-Handballmannschaft des LHC Cottbus die Saison 2018/19 in der Brandenburg-Liga auf Tabellenplatz zwei. Im Vorjahr wurde die Saison mit sechs Niederlagen auf Rang drei beendet. Die Endplatzierung ist für die erneut verjüngte Mannschaft absolut ehrenwert, zwischenzeitlich wurde sogar Rang eins und der Aufstieg in die Ostsee-Spree-Liga als Ziel ausgegeben. Doch wurde Spiel eins nach der Winterpause in Angermünde mit 21:27 verloren, seitdem war der LHC auf Schützenhilfe anderer angewiesen. Da diese aber ausblieb, beendete der LHC die Saison auf dem Ehrenplatz. Die drei Patzer in Altlandsberg, beim HSC Frankfurt und in Angermünde waren schließlich eine zu hohe Hypothek.

„Wir können trotzdem auf die Saison stolz sein, zumal wir mit einem neuen Trainer und den in die Verantwortung genommenen jungen Spielern vor einem kleinen Neuanfang standen. An einen Spitzenrang hatte anfangs keiner gedacht“, sagt Marlen Matthée, die „Mutter der Kompanie“.  Ihre Erfahrung war hilfreich für die jungen Nachrücker, wenngleich die 36-Jährige die rasend schnell vorgetragenen Konterangriffe nicht mehr mitgehen konnte.

Dafür waren andere zuständig. Jasmin Reimer auf der linken und Vanessa Straße auf der rechten Angriffsseite hatten sich längst darauf spezialisiert, sofort nach Abwehr und Ballbesitz nach vorn zu sprinten. Und dann war da ja noch die Aufsteigerin der Saison Neira Voigt. Gerade der eigenen A-Jugend entwachsen, hatte sie in der Frauenmannschaft keinerlei Anpassungsprobleme. Mit einer enormen Sprungkraft ausgestattet, traf und traf die 18-Jährige von halbrechts serienweise ins Netz, so dass sie am Ende mit 181 Treffern und einer Quote von 9,05 Toren pro Spiel die beste Werferin der Liga wurde.

top