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Eskalation des Streites: Nach der Ministerium-Entscheidung eskalierte der Streit. Über Facebook kursierte am Montag ein  anonymer  „Offener Brief“ von Eltern. Gerichtet war er auch an Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woitke, an die Spitzen des Deutschen Handball-Bundes (DHB) und auch an einen  „Kämpfer“ gegen Mobbing  an Schulen. Die Vorwürfe darin sind heftig. Von einer „katastrophalen“ und einer „das Kindeswohl gefährdenden Entscheidung“ wird geschrieben, zumal  nach Verkündung der Versetzungen „den Minderjährigen keine Psychologen“ zur Seite gestellt wurden.  Auch von „Mobbing“ durch „Sportler, Trainer, Funktionäre und Leitungskräfte“ sowie „seelische Gewalt“  ist die Rede. Zudem geht es um eine Anzeige gegen den LHC wegen Fördermittelbetrug. Diese gibt es, die Ermittlungen dazu sind noch nicht abgeschlossen.

Wehrt sich gegen die Vorwürfe mancher Eltern: Sportschulleiter Wolfgang Neubert. FOTO: Frank Hammerschmidt

Die Reaktionen:  Schulleiter Wolfgang Neubert versichert, dass „zu jeder Zeit die Hilfe durch die Sozialarbeiterin und den Schulpsychologen“ angeboten wurde.  Der Sportstättenbetrieb der Stadt Cottbus, der auch für das Sportinternat  zuständig ist,  erklärte, dass  keinerlei Vorfälle von oder unter Internatsschülern von „Mobbing und Gewaltandrohung“ bekannt seien. Es gebe keine Beschwerden  oder Anzeigen. Nach  RUNDSCHAU-Informationen haben Elternteile inzwischen gegenüber der Schule erklärt, dass sie den Inhalt des „Offenen Briefes“ nicht kannten und nicht unterstützen.

Wie geht es weiter? Die zwei Lehrerstellen sind ausgeschrieben. Die Bewerbungsfrist endet am 22. August. „Im Fall dieser Stellen muss neben der Lehramtsbefähigung auch eine (Trainer-)A-Lizenz des Deutschen Handball Bundes nachgewiesen werden“, heißt es aus dem Ministerium. Sind Unterricht, Training und Wettkampfbetreuung bis dahin abgesichert?  „Ja“,  erklären Schule und LHC. „Der reguläre Unterricht und auch der Wahlfachunterricht wird durch Lehrer der  Schule übernommen“, so Wolfgang Neubert.  LHC-Präsident Bernd Tietz versichert,  dass „viele im Verein  in der komplizierten Situation  an einem Strang ziehen“.

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