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Neue Ausstellung

Sport kommt ins Museum

Stadtmuseumschef Steffen Krestin richtet den Trainingsanzug eines Turners des SC Cottbus in der neuen Sonderausstellung. FOTO: Michael Helbig

Cottbus. Das Stadtmuseum widmet der Sportstadt eine Sonderausstellung, öffnet die Schatzkammer mit Fotografien und wagt ein Experiment gegen das Vergessen.

Seit gut anderthalb Jahren erforschen die Historiker des Stadtmuseums die Cottbuser Sportgeschichte. Nun bekommen ihre Erkenntnisse und Entdeckungen Platz in einer Sonderausstellung. Die Schau trägt den einfachen, aber treffenden Titel: „Sportlich, sportlich!“ Das passt. Schließlich haben 56 Cottbuser Medaillen bei Olympischen Spielen errungen. Aber auch der Breitensport spielt in Cottbus immer eine bedeutende Rolle. Diese Bandbreite zwischen Geschichte und Gegenwart, Leistungssport und Freizeitsport wird in sechs Räumen im Obergeschoss erzählt. Damit nicht genug: Museumschef Steffen Krestin deutet geheimnisvoll an: „Wir wollen die Besucher auch einladen, sich selbst zu betätigen.“

In der Sonderausstellung werden Orte der Sportstadt Cottbus vorgestellt und ihre Geschichten erzählt. Es kommen aber vor allem Cottbuser selbst zu Wort in Porträts. Das sind Erinnerungen an Erfolge und Niederlagen, aber soll auch ein Ausblick auf die Zukunft sein – wie Sport am künftigen Ostsee betrieben werden kann.

Museumschef Krestin sagt: „Der Blick in die Zukunft ist aber auch immer ein Spannungsverhältnis. Denn das Neue hat auch eine tragische Seite.“ Denn der Ostsee war mehr als drei Jahrzehnte lang ein Tagebau, dem Menschen weichen mussten. „Was wir als Kohlegrube gesehen haben, war für andere eine Landschaft mit Wiesen und Häusern“, sagt Steffen Krestin. Deshalb öffnet das Museum zeitgleich die Ausstellung „Der Tagebau Cottbus Nord“ mit Fotografien von Anneliese Schutt in der Schatzkammer. Sie dokumentieren den Verlust von Heimat, zeigen aber auch die Faszination des Tagebaus.

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