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Neue Studie

Frauenmangel führt zu Fremdenfeindlichkeit

Wenn Frauen im ländlichen Raum fehlen, kippt die soziale Struktur mit gefährlichen Tendenzen. FOTO: picture alliance / dpa / Jens Büttner

Cottbus. Frauen halten auf dem Land die Gesellschaft zusammen. Wo sie fehlen, frustrieren die Männer und wählen Rechtspopulisten. Ostdeutschland ist laut einer Studie besonders gefährdet.

Wo Frauen fehlen, machen sich Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus breit. Männerüberschuss bewirkt, dass ganze Regionen rechtspopulistische Parteien wählen. Das zeigt eine Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung. Die Forscherin Katja Salomo hat dafür Regionen verglichen und kommt zu dem Schluss: Abwanderung, Alterung und der Wegzug junger Frauen sind die verkannte Gefahr für eine offene Gesellschaft.

Fremdenfeindliche Einstellung vermehrt in ländlichen Regionen

Fremdenfeindliche und demokratiefeindliche Einstellungen sind im ganzen Westen auf dem Vormarsch, sie kommen vermehrt in ländlichen Regionen vor. Besonders anfällig sind Regionen, in denen die Bevölkerung aus dem Gleichgewicht geraten ist. „Weltweit gibt es kaum Regionen, in denen diese ungünstigen demografischen Entwicklungen so deutlich ausgeprägt sind wie in den ostdeutschen Bundesländern“, schreibt Salomo in ihrer Studie.

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