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Umwelt

Der Cottbuser Müllberg wächst

Cottbus. Obwohl die Einwohner pro Kopf weniger Abfall produzieren, steigt die Gesamtmüllmenge leicht an. Die Stadt setzt künftig auf wiederverwendbares Geschirr bei Großveranstaltungen.

Sybille Schneider, Leiterin des Amtes für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung, stellt den Cottbusern für 2017 ein solides Zeugnis in Sachen Müllverhalten aus. Die Gesamtmenge an Müll, die jeder Einwohner im vergangenen Jahr fabriziert hat, liegt bei 429 Kilogramm. 2016 lag dieser Wert bei 430 Kilo, im Jahr davor bei 425 Kilo. Die Cottbuser haben also pro Kopf weniger Müll produziert.

„Die Schwankungen liegen aber durchaus im üblichen Bereich“, sagt Sybille Schneider, die vor allem mit dem Trennungsverhalten der Cottbuser ausgesprochen zufrieden ist. So landeten in Cottbus wenige Schadstoffe wie etwa Farben, Lacke oder Batterien im Hausmüll. „Besonders sorgfältig werden Papier und Glas getrennt, bei der Gelben Tonne gibt es noch Luft nach oben“, sagt Sybille Schneider. Die einfache Regel: „Alles, was Verpackung ist und nicht aus Glas oder Papier hergestellt wird, kommt in die Gelbe Tonne, der Rest ist Hausmüll.“

In die graue Tonne hat jeder Einwohner im vergangenen Jahr 207 Kilogramm Abfall geworfen, knapp fünf Kilo weniger als noch im Vorjahr. Gestiegen sind dafür andere Positionen wie etwa der Sperrmüll von 3750 auf 4127 Tonnen (plus 3,4 Kilo pro Einwohner). Sybille Schneider: „Woher dieser Anstieg kommt, wissen wir nicht genau. Vielleicht hat er mit Lebenszyklen zu tun, vielleicht auch nur mit Technikwechseln oder neuen Trends.“ Teerpappe und asbesthaltige Baustoffe sind ebenfalls gestiegen (plus 0,3 Kilo pro Einwohner).

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