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Verkehr

Viel Arbeit um den Lärm in Cottbus

Tempo 30 in der Strasse der JugendFOTO: LR / Margarethe Köhler

Cottbus. Die Stadt überarbeitet derzeit den Lärmaktionsplan. Dabei steht der Autoverkehr im Fokus. Doch die Cottbuser sind oft von ganz anderen Geräuschen genervt.

Die Stadt Cottbus hat in den vergangenen Jahren viel Kraft aufgewendet, um den Verkehrslärm für die Einwohner zu verringern. Es wurden 30er-Zonen eingeführt, Schallschutzwände errichtet, Straßen umgebaut. Zudem erfährt der Bahnhof gerade eine Verwandlung in einen echten Verkehrsknoten. Was den öffentlichen Nahverkehr stärken wird. Die Bilanz lässt sich sehen, auch wenn noch zahlreiche Projekte offen sind. Das belegt der Lärmaktionsplan, der gerade überarbeitet wird. Die Verkehrsexperten geben der Stadt für die nächsten Jahre viele Hausaufgaben auf. Doch die Cottbuser fühlen sich oft nicht von Autos belästigt. Das beweist das Bürgerforum zum Thema in der vergangenen Woche. Die Stadtverordneten werden sich in den nächsten Wochen mit den Vorschlägen auseinandersetzen.

Die Planer um den Dresdner Verkehrsexperten Tobias Schönefeld empfehlen als schnell wirksamen Schritt die Erweiterung der nächtlichen 30er-Zonen zwischen 22 und 6 Uhr in Cottbus. Demnach sollte die Geschwindigkeitsreduzierung auf der Madlower Hauptstraße bis zum Autobahnanschluss verlängert und auf die gesamte Zimmerstraße erweitert werden. Neu schlagen die Planer die Bahnhofsbrücke und den Abzweig auf die Wilhelm-Külz-Straße vor. „Dabei handelt es sich um vier kurze Abschnitte. Alle zusammengenommen ergeben eine Fahrtzeitverlängerung von einer bis anderthalb Minuten“, argumentiert Schönefeld. Ebenfalls wenig aufwendig sei eine Geschwindigkeitsüberwachung in lärmsensiblen Bereichen mit Anzeigentafeln. Die Kosten beliefen sich auf etwa 4000 Euro. „Im Schnitt reduziert das den Verkehr um sechs bis sieben km/h“, ergänzt der Planer. Mit einer gezielten Bepflanzung ließe sich darüber hinaus nicht nur die Straße von der Bebauung trennen. Das Grün sorge für eine Lärmdämmung. Dafür prädestiniert sei der Nordring.

Deutlich teurer wird die Fahrbahnsanierung und der Umbau von Straßen. Handlungsbedarf sehen die Planer für die Dissenchener Straße, die Franz-Mehring-Straße, die Hermann-Löns-Straße, die Karl-Marx-Straße, die Thiemstraße und die Willy-Brandt-Straße. Das sind altbekannte Namen. Die Liste lässt sich auf das Neben- und Erschließungsstraßennetz erweitern.

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