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Cottbus früher und heute

Ein wechselvolles Schicksal

Die Spedition Emil Böttcher bestach mit ihren prachtvollen Fassaden. FOTO: Sammlung Hans Krause

Cottbus. Dora Liersch erzählt die Geschichte der Spedition Emil Böttcher anhand einer Postkarte aus der Sammlung von Hans Krause.

In dieser Serie „Cottbus Früher & Heute“ in der Lausitzer Rundschau vom 30. Oktober 2017 wurde bereits über die Anfänge der Speditionen in Cottbus berichtet. Damals ging es um das Speditionsgeschäft von Caspar & Co. aus der Dresdener Straße 160, heute Straße der Jugend 105. Von dieser Firma sind noch Bauwerke vorhanden, einschließlich eines großen Betriebshofes.

Von der Spedition Emil Böttcher sind inzwischen keine Gebäude mehr vorhanden. Unsere alte Postkarte mit kleinen Beschädigungen zeigt ein relativ prächtiges Gebäude. An Stelle eines älteren Vorgängerbaus ist dieses Haus etwa um 1853 errichtete worden. Eigentümer und auch Bauherr war der Maurermeister Friedrich Wilhelm Neumann. Er wurde 1824 geboren und erwarb im Mai 1862 das Bürgerrecht der Stadt Cottbus. Das Haus in der Dresdener Straße 77, ältere Nummerierung, fiel mit seiner symetrischen Fassade schon auf. Ein vier Achsen breiter zweigeschossiger Mittelteil, eingefasst von zwei identischen etwas hervorgesetzten und höheren Seitenteilen, ebenfalls zweigeschossig, aber die Fenster in Rundbögen gefasst. Hauptverzierung war ein breites umlaufendes Stuckband unterhalb der Dachkante.

Viele Jahre befand sich das Namensschild der Spedition „Emil Böttcher“ zwischen den Fenstern der unteren und der oberen Etage. Wann Emil Böttcher dieses Haus mit Grundstück erworben hat, ist bisher nicht genau bekannt. Vermutlich noch Ende der 1860er Jahre. In den Inseraten der damaligen Zeit waren genaue Adressen nicht unbedingt nötig. Die Cottbuser wussten, wo man hinzugehen hatte.

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