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Cottbus

Wenn es brenzlig wird

Die Feuerwehr Cottbus beim Waldbrandeinsatz in Treuenbrietzen.FOTO: Feuerwehr Cottbus

Cottbus. Die Cottbuser Feuerwehrleute haben zweimal die Einsatzkräfte beim Waldbrand in Treuenbrietzen unterstützt – angefordert vom Land. Doch bei aktuellen Gesetzesnovellen sehen sich die Retter von der Regierung übergangen.

Wie wichtig ein gut organisierter Brand- und Katastrophenschutz ist, bekommen die Brandenburger derzeit fast täglich vor Augen geführt. Allein in den vergangenen zehn Tagen sind die Feuerwehrleute zu 110 Waldbränden ausgerückt – allein in Südbrandenburg. Gerade brennt es in der Lieberoser Heide erneut. Und dann ist da noch der riesige Waldbrand bei Treuenbrietzen. Dessen Rauchschwaden erreichten sogar Berlin. Das Feuer war vergangenen Donnerstag ausgebrochen. In dieser Woche haben Cottbuser Feuerwehrleute ihre Kollegen vom Landkreis Potsdam-Mittelmark zweimal unterstützt. Das nötigt dem CDU-Landtagsabgeordneten Michael Schierack Respekt ab. Er bedankt sich offiziell für die Einsatzbereitschaft der Feuerwehrleute bei einem Besuch in der Leitstelle Lausitz am Mittwoch.

Zunächst war am Montag die Cottbuser Berufsfeuerwehr mit einem Führungsstab vor Ort. Die fünf Männer lösten die Einsatzleitung für zwölf Stunden ab. Am Dienstagmorgen rückten dann noch einmal 23 Feuerwehrleute mit vier Tanklöschfahrzeugen und einem Großtanklöschfahrzeug nach Treuenbrietzen aus. Die Fahrzeuge wurden gebraucht, um möglichst viel Wasser an die Einsatzorte zu bringen. Das Großtanklöschfahrzeug fasst 10 000 Liter. Kay Kruppa ist Teamleiter bei der Berufsfeuerwehr und war mit vor Ort. „Wir haben am Dienstag um 8 Uhr den Dienst übernommen und konnten unseren Einsatzabschnitt um 15 Uhr an das Technische Hilfswerk und den Landesbetrieb Forst übergeben“, erzählt er. Das Feuer war also gelöscht. Der Abschnitt umfasste stattliche 220 Hektar Wald. Den Einsatz sicherten überwiegend freiwillige Feuerwehrleute aus Branitz, Saspow, Sielow und Sachsendorf ab.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Michael Schierack ist im Zuge seiner Sommertour auf Stippvistie bei der Leistelle Lausitz. Deren Leiter Ingolf Zellmann zeigt dem Politiker, wo in der Lieberoser Heide erneut ein Feuer ausgebrochen ist. Ansonsten disktutierten die beiden Männer die Gesetzesentwürfe für den Rettungsdienst und den Brand- und Katastrophenschutz. FOTO: Peggy Kompalla
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