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Sozialpolitik

Wenn Helfer selbst Hilfe brauchen

Angelika Sedlick (l.) und Ivonne Scheunemann haben den Verein über eine schwere Zeit hinweg gerettet. FOTO: LR / Hilscher Andrea

Peitz. Eine finanzielle Schieflage brachte den Peitzer Werg e.V. an den Rand der Pleite. Jetzt geht es für den Verein langsam wieder bergauf.

Angelika Sedlick ist anzusehen, wie sehr die letzten Monate an ihrer Kraft gezehrt haben. Als Gründungsmitglied des Werg e.V. kümmert sich die jetzige Vereinsvorsitzende um Menschen mit sozialen Problemen. Hunderte von Peitzern haben in den vergangenen Jahren von der Arbeit des Vereins profitiert. Im Winter dann  plötzlich eine neue Situation: Das Geld wurde knapp, der Verein stand kurz vor der Pleite.

Die Ursachen für den finanziellen Engpass waren vielfältig. „Es hatte ohnehin weniger Projektförderung  gegeben“, erklärt Angelika Sedlick. So habe der Rückgang der Arbeitslosigkeit dazu geführt, dass weniger Eingliederungsmaßnahmen finanziert werden. Eine Tatsache, auf die der Verein sich nicht habe einstellen können. „Dann gab es die lange politische Pause in der Phase der Regierungsbildung“, ergänzt Ivonne Scheunemann, stellvertretende Vereinschefin. Nirgendwo wurden Entscheidungen gefällt, Anträge sind einfach liegen geblieben, Gelder seien nicht geflossen.

Andere Einnahmequellen seien kurzfristig weggebrochen: Eine Integrationsmaßnahme, die der Verein durchgeführt hatte, wurde innerhalb eines Monats eingestellt. „Wir hatten dafür aber eine Fachkraft eingestellt, die wir natürlich weiter bezahlen mussten“, sagt Angelika Sedlick. Die Fördermittel für einen Kraftfahrer seien ebenfalls ausgelaufen.

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