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Cottbus

Bauhandwerk macht in Cottbus seinem Diesel-Frust Luft

Der Streit um die Verhältnismäßigkeit von Diesel-Fahrverboten spitzt sich zu. FOTO: dpa / Jens Büttner

Cottbus . Beim Thema Diesel-Fahrverbote brennt im Bauhandwerk schon mal die Luft. Am Samstag machten sich in Cottbus knapp 40 Vertreter mittelständischer Baubetriebe der Region Cottbus - Frankfurt (Oder) schlau zur Situation im Land Berlin und ließen einigen Frust raus. Anlass war die Regionalkonferenz der Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg auf der Handwerker-Messe.

Der nach eigenen Angaben mitgliederstärkste Bauarbeitgeber- und Bauwirtschaftsverband in Berlin und Brandenburg hatte es spannend gemacht. Die Fachgemeinschaft Bau stellte ihrer Einladung zur Regionalkonferenz in Cottbus am Samstag auf der Handwerker-Messe 2019 in Cottbus vier Fragen voran, die, so wörtlich, „die Existenz Ihres Unternehmens bedrohen können, wenn Sie nicht handeln“. Die Fragen lauteten: „Fahren Sie einen Diesel-Pkw? Fahren Sie einen Diesel-Lkw? Betreiben Sie Baumaschinen mit Dieselmotor? Werden Sie im Jahr 2019 Bauaufträge in Berlin oder einer anderen Großstadt ausführen?“

Referent Stefan Jaeger, Fachabteilungsleiter Technische Prüfstelle der Dekra Automobil GmbH, Niederlassung Berlin, und Rechtsanwalt Clemens Bober, Leiter der Landesgeschäftsstelle Potsdam der Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg, machten nachdrücklich darauf aufmerksam, dass sich niemand im Brandenburger Bauhandwerk zurücklehnen kann, nur weil er keine Baustellen in Berlin beackert. Denn das Land Berlin schreibt auf allen seinen Baustellen klar Schiff vor. „Auf allen Baustellen des Landes Berlin dürfen nur noch mobile Baumaschinen und Arbeitsmaschinen mit einem bestimmten Mindeststandard bei Abgasemissionen zum Einsatz kommen. Die Maschinen müssen gekennzeichnet sein oder die entsprechenden Nachweise griffbereit und vorzeigbar sein“, erläutert Jaeger. Die Partikelfilterpflicht gelte für alle Baumaschinen, egal ob Anhänger und Kompressor, Bagger oder Straßenwalze.

„Und das gilt nicht nur im inneren S-Bahn-Ring, der Umweltzone in der Hauptstadt, sondern auf allen Baustellen des Landes Berlin. Entscheidend ist nicht der Standort der Baustelle, sondern immer, wer der Bauherr ist“, betont Clemens Bober.

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