ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Energiewende: Größtes nationales IT-Projekt aller Zeiten

Intelligente Energiewende erfordert neues Denken

Die Stromverteilnetze werden zur Drehscheibe der Digitalisierung der Energieversorgung. FOTO: dpa / Martin Schutt

Chemnitz/Cottbus. Der Stromverbrauch steigt. Heizen und Auto fahren werden wir künftig nicht nur mit Gas sondern auch mit Strom. Das erfordert intelligente Lösungen. Auch beim Datenfluss und bei der Netz-Regulierung. Versorger sehen in der Energiewende das größte nationale IT-Projekt aller Zeiten. Noch passt der Schlüssel nicht ins Schloss.

Ostdeutschlands größter regionaler Energiedienstleister enviaM hat einmal hochgerechnet, was eine intelligente Energiewende allein im Verteilnetz kosten würde. Der Unternehmensverbund versorgt mehr als 1,3 Millionen Kunden mit Strom, Gas, Wärme und Energiedienstleistungen. „Wenn jeder in unserem Verteilnetz ein Elektroauto fahren würde, dann müssten wir mindestens eine Milliarde Euro in den Netzausbau investieren, um Erzeugung und Bedarf aufeinander abzustimmen“, sagt Dr. Andreas Auerbach, Vorstand Vertrieb der enviaM. Durch den Einsatz intelligenter Technologien ließe sich dieser Investitionsbedarf deutlich senken. „Allerdings werden die dafür notwendigen Kosten bislang bei der Regulierung der Netzentgelte nicht anerkannt. Hier ist ein politischer Kurswechsel erforderlich. Erste Ansätze sind erkennbar.“

Die Unternehmensgruppe enviaM testet momentan Prototypen intelligenter Messsysteme bei ihren Kunden, vor allem bei Unternehmen und Kommunen, Noch sind diese Systeme nicht lieferbar. Deshalb hat enviaM, wie alle Messstellenbetreiber, auch noch keine intelligenten Messsysteme eingebaut. FOTO: enviaM / Fotoatelier Goethe
top