ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Cottbus

Ein Hidden Champion aus Cottbus

Silvio Haase, der Marketing-Chef von IndustryStock, zeigt eine Mappe, die fertige Verträge mit einem chinesischen Partner enthält. FOTO: LR / Nils Ohl

Cottbus. IndustryStock ist jetzt die Investitionsagentur der chinesischen Provinz Hebei für Deutschland.

„Seit dem 16. Januar sind wir die Investitionsagentur der Provinz Hebei für Deutschland“, erklärt Silvio Haase mit erkennbarem Stolz in der Stimme.  Der Marketing-Chef der Cottbuser Internetplattform IndustryStock ist gerade aus China zurück, mit der frischen Unterschrift unter dem Vertrag. Hebei, das ist die Partnerprovinz von Brandenburg, die sich – ähnlich wie die Mark um die Hauptstadt Berlin – rund um Peking schmiegt. „Damit sind wir nun der erste Ansprechpartner für Firmen aus Deutschland, die Kontakte nach Hebei suchen und umgekehrt“, bekräftigt Haase. Doch was macht eine kleine Cottbuser Firma so interessant für die Regierung einer chinesischen Provinz, die mit rund 75 Millionen so viele Einwohner hat wie Italien und die Niederlande zusammen?

„Es ist unser einzigartiges Geschäftsmodell“, ist sich Silvio Haase sicher. Ein Geschäftsmodell, das zeigt, wie der häufig strapazierte Begriff „Digitalisierung“ tatsächlich in wirtschaftlichen Erfolg umgesetzt werden kann.

IndustryStock bietet ein komplexes Geflecht an Dienstleistungen  rund um Markterschließung und  Digitalisierung in Industrieunternehmen an – und das weltweit. „Wenn zum Beispiel jemand in Argentinien Zahnradpumpen benötigt, gibt er das auf Spanisch in Google ein. Wie soll da ein deutscher Hersteller von Zahnradpumpen überhaupt gefunden werden?“, fragt Haase. Hier setzt IndustyStock an. „Wir sind eine Plattform, auf der Industrieunternehmen, die oft sehr spezifische Produkte haben, ihre Leistungen weltweit in verschiedenen Sprachen anbieten können.“  Dafür bereitet IndustryStock die Informationen seiner Kunden so auf, dass deren Produkte in den Suchmaschinen gut platziert  sind. Zugleich können Auftraggeber über IndustryStock Ausschreibungen abwickeln. Der Clou: Anbieter und Lieferanten können ohne Sprachbarrienen miteinander kommunizieren. „Dazu übersetzen wir in 16 Sprachen, die zusammen über 90 Prozent der Welt abdecken“, sagt Haase. So kann ein Anbieter aus Polen mit einem Interessenten in Spanien in der jeweiligen Muttersprache verhandeln, ohne dass einer von ihnen die Sprache des anderen beherrscht.

top