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Langläufer-Parade auf dem Betriebshof von Cottbusverkehr am 15. Juli 2014. Das sind modernisierte Fahrzeuge. FOTO: Ulrich Thomsch

Der tschechische Straßenbahnbauer nutzte mehrere Lizenzen auf den Nachbau des PCC-Wagens aus den USA, die teilweise bereits vor dem Zweiten Weltkrieg und im Jahr 1948 erworben worden waren. PCC steht für President Conference Committee; Ende der 1930er-Jahre hatten sich amerikanische Straßenbahnverwaltungen zusammengetan, um einen Einheitswagen zu entwickeln. Die Baumerkmale wurden in der Präsidentenkonferenz der US-Verkehrsbetriebe festgelegt und beinhalteten unter anderem: vierachsige Straßenbahn-Einrichtungstriebwagen mit Möglichkeit zur Doppel- und Dreifachtraktion, elektrische Ausrüstung mit Fußsteuerung und Beschleuniger, hohe Beschleunigungs- und Bremswerte, Geschwindigkeit von mindestens 60 km/h, aerodynamisch geformter Wagenkörper, keine Stufen und Unterteilungen im Innenraum. An der Produktion waren namhafte Firmen in den USA und Kanada beteiligt. In Westeuropa bauten Fiat und belgische Firmen PCC-Lizenzbahnen.

Nach dem Probebetrieb wurden auch die ersten Serienfahrzeuge vom Typ T4D ab dem Jahr 1967 nach Dresden geliefert. Allerdings waren die jeweils 15 Meter langen Wagen für viele Straßenbahnnetze mit engen Straßen und scharfen Kurven nicht geeignet. So wurden extra für die DDR Kurzgelenk-Triebwagen mit der Bezeichnung KT4D entwickelt. Genau dieser Typ ist in Cottbus im Einsatz.

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