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Streit um Straßenausbaubeitrag

Außer Spesen nichts gewesen in der Lausitz

Um den Wert eines Grundstücks zu steigern, braucht es mehr Faktoren als den Straßenausbau. FOTO: ZB / Christoph Soeder

Cottbus. Warum beim Ausbau der Straße die erhoffte Wertsteigerung des Grundstücks meist ausbleibt.

Wenn die Kommune beschließt, Straßen auszubauen, sind Anlieger und Grundstückseigentümer dran. Laut Gesetz müssen sie sich an den Baukosten beteiligen. Der Immobilienmarkt in der Lausitz belohnt sie dafür nicht. Die erhoffte Wertsteigerung der Grundstücke bleibt meist aus.

Knapp 10 000 Euro hat Anrainerin Brigitte M. für den Ausbau der Anliegerstraße in ihrem Forster Ortsteil (Spree-Neiße) bezahlt. Jetzt haben Anlieger, Müllabfuhr, Straßenreinigung und Winterdienst zwar bessere Fahrt, doch ist nun auch ihr Grundstück automatisch 10 000 Euro mehr wert? Die RUNDSCHAU fragte nach bei Dr. Hannes Tischer in Cottbus.

Der von der Industrie- und Handelskammer Cottbus öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für die Bewertung von bebauten und unbebauten Grundstücken, Mieten für Grundstücke und Gebäude sagt: „Das funktioniert so einfach nicht.“ Natürlich sei es für Anlieger und Grundstücksnutzer von Vorteil, wenn sie eine ordentliche Zuwegung zu ihren Grundstücken haben. Aber die weit verbreitete Erwartung, die damit verbundenen Kosten einfach auf den Quadratmeter Grundstücksfläche umlegen zu können und damit mehr Kasse machen zu können bei einem Verkauf, geht in der Lausitz oft nicht auf.

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