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Aus dem Amtsgericht Bad Liebenwerda

Mehr Straftäter verantworten sich vor den Richtern

Täglicher Griff zur Robe. Die Richterinnen und Richter am Amtsgericht Bad Liebenwerda haben auch im vorigen Jahr über zu wenig Arbeit nicht klagen müssen.FOTO: Friso Gentsch / dpa

Bad Liebenwerda. Das Amtsgericht Bad Liebenwerda hat mit den Elbe-Elster-Bewohnern gut zu tun.

Im Idealfall sollte die Strafe der Tat auf dem Fuße folgen. Bei ermittlungsintensiven Delikten können durchaus ein, zwei Jahre bis zur Verhandlung auch an einem Amtsgericht vergehen. „Bei der Verfahrensdauer liegen wir im guten Mittelfeld“, entgegnet der Bad Liebenwerdaer Amtsgerichtsdirektor Uwe Oldenburg.

Dies sei auch der „relativ stabilen Besetzung“ mit acht Richterinnen und Richtern sowie zeitweise tätigen Güterichtern anderer Gerichte zu verdanken. Bis hin zu den Rechtspflegern seien alle Dienste am Amtsgericht auskömmlich besetzt.

Allerdings gehe in drei Jahren die erste Richterin in den Ruhestand. Weitere folgen. „Das Justizministerium kennt den Altersdurchschnitt an den Gerichten. Es sollten schon jetzt junge Proberichter eingestellt werden. Denn junge Richter können zu Beginn nicht alles machen“, setzt der Direktor auf eine planmäßige Nachfolge. „Wir sind nicht die einzigen, die Personal suchen. Auch Wirtschaft und Verwaltung brauchen Juristen“, möchte Uwe Oldenburg, dass auch der Ruf aus der Fläche des Landes in Potsdam in seiner Deutlichkeit gehört wird.

(mf)
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