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Arbeitskampf auch am Wochenende

Aufruf für Demo der Zuckerwerker in Brottewitz

Demo Südzucker Fabrik Brottewitz Zuckerfabrik FOTO: LR / Nancy Weidner

Brottewitz. Brottewitz und die Region machen gegen die Betriebsschließung mobil. Am Montag Betriebsversammlung und Runder Tisch.

Die Vorbereitungen für den Arbeitskampf der Zuckerwerker in Brottewitz gehen auch am Wochenende unvermindert weiter. Die Südzucker AG beabsichtigt nach der nächsten Rübenkampagne 2019/20 zwei ihrer Werke – in Warburg (NRW) und in Brottewitz (Elbe-Elster) zu schließen. Das Unternehmen gibt einen massiven Preisverfall auf dem Zuckermarkt und ungleiche Wettbewerbsbedingungen als Hauptgründe an. In Brottewitz wären 90 Mitarbeiter direkt betroffen.

Die Interessengemeinschaft Brottewitz und Mitarbeiter wehren sich. Der Verlust der mehr als 140 Jahre alten, traditionsreichen Zuckerfabrik würde das Aus für die Region bedeuten, heißt es. Nahezu jede zweite, dritte Familie sei direkt oder indirekt mit der Fabrik verbunden. Am Sonnabend hat die Interessengemeinschaft zwei Strohballen am Ortseingang aufgestellt und darauf auf Bettlaken auf die Demo am 15. Februar um „Fünf vor Zwölf“ unter dem Motto „Wir machen uns eine Rübe“ hingewiesen.

Am Montag, 11. Februar, gibt es am Vormittag eine Betriebsversammlung. Um 14 Uhr tritt ein Runder Tisch zusammen, an dem Vertreter des Unternehmens, der Gewerkschaften, von Verbänden der Zuckerrübenanbauer sowie aus Politik und Kommunen die Situation erörtern wollen. Das Land Brandenburg wird von Wirtschaftsstaatssekretär Hendrik Fischer vertreten. Die Landtagsabgeordneten Rainer Genilke (CDU) und Barbara Hackenschmidt (SPD), Landrat Christian Heinrich-Jaschinski, Bürgermeister der Kurstadtregion und Vertreter der Wirtschaftsförderung werden am Tisch sitzen.

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