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Innenstadt: Einen gehörigen Batzen Geld der insgesamt 16 Innenstadt-Maßnahmen verschlingen werden der Ausbau des künftigen neuen Verwaltunsgstandortes im Südring (ehmals AOK) und die Ertüchtigung des Rathauses. Doch auch die Revitalisierung der Bahnhofstraße – die Ideen der BTU-Studenten sind noch in aller Munde – ist nicht in der Schublade verschwunden. Eine bessere Vernetzung von Innenstadt, Bahnhof und Kurpark ist eine weitere Baustelle.

Dichterviertel: Deutlich mehr als 100 Wohnungen beider Wohnungsunternehmen (HGB und Genossenschaft) stehen gegenwärtig leer. Das Wohngebiet überaltert. Das schleunigst zu verändern, ist oberstes Ziel. Die HGB wird vermutlich noch in diesem Jahr beginnen, drei Blöcke in der Schillerstraße und der Lessingsstraße zu modernisieren. Perspektivisch soll begonnen werden, die qualitativ schlechtesten Wohnblöcke (das sind die Wendebauten) abzureißen und durch neue attraktive „eigenheimähnliche“ Wohnformen zu ersetzen. Martin Ehring: „Uns kommt entgegen, dass wir eine Förderung für die Gestaltung von Außenanlagen erhalten und uns für das Konzept, Wohngebiete durch Abriss und Neubau zu verjüngen, ebenfalls eine Förderung in Aussicht gestellt ist.“ Dicker Brocken der insgesamt 21 Maßnahmen im Dichterviertel wird das geplante neue Mehrgenerationengebäude am jetzigen Standort des Regenbogen-Hauses. Das soll der Anker des Wohngebietes werden. Vor der neuen Schule werden Bushaltestelle, Parkflächen und Grünanlagen entstehen. Große Unterstützung gewähre die Stadt dem geplanten Neubau des Nahversorgers Rewe am jetzigen Standort. „Das passt prima in unser Konzept“, so Susann Kirst. Bürgermeister Thomas Richter hätte gern viel schneller den zweiten Abschnitt der Puschkinstraße saniert. Doch dort seien umfangreiche Untersuchungen des Elfa- Altstandortes (belastete Böden) und der künftigen Regen- und Abwasserentsorgung noch nicht beendet. Besonders stünden weiter die Gehwege auf der Tagesordnung.

Die Vorarbeit: Dass Bad Liebenwerda die Konzepte für die nächsten zehn Jahre längst in der Tasche hat, ist der forcierten Zusammenarbeit von Stadt, Sanierungsträger, Wohnungsunternehmen und dem gemeinsamen Kooperationsprojekt „Zusammen wachsen“ zu verdanken. Grundlage, um überhaupt in den Genuss von Fördermitteln zu kommen, war die Erarbeitung eines wohnungswirtschaftlichen und wohnungspolitischen Konzeptes im Jahr 2015. Und so bleibt die Feststellung: Auch wenn es am Sonnabend nass vom Himmel kam: Bad Liebenwerda steht nicht im Regen.

Letzter Stabwechsel an der Spitze der Kurstadtregion vor Bildung der Verbandsgemeinde am 1. Januar 2020 beim 5. Tag der Städtebauförderung: Herold Quick, (Bürgermeister Falkenberg, 2.v.r.) übergibt an Hannelore Brendel (BM Mühlberg) im Beisein von Andreas Claus (l.) und Thomas Richter (Bürgermeister aus Uebigau-Wahrenbrück und Bad Liebenwerda). FOTO: LR / Frank Claus
Im Plan: An den Blocks in der Schillerstraße will die HGB in diesem Jahr Balkone anbauen. FOTO: LR / Frank Claus
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