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Betriebsversammlung

Runder Tisch in Brottewitz bittet Zucker-Konzern um Aufschub

Gelbe Westen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und Plakate des Protestes gegen die Werksschließung hängen im Sitzungssaal der Zuckerfabrik in Brottewitz, wo am Montag der Runde Tisch zusammentraf. Einlader war der Betriebsrat. Mit dabei Konzernvertreter der Südzucker AG, der Wirtschaftsstaatssekretär Brandenburgs, die Gewerkschaft NGG, Landes-, Kreis- und Kommunalpolitiker, die IG Brottewitz und die Landwirtschaft. FOTO: LR / Manfred Feller

Brottewitz. Krisenstimmung in der Zuckerfabrik, in Brottewitz und der ganzen Region. Akteure vom Runden Tisch wenden sich an Vorstand und Aufsichtsrat der Südzucker AG. Wie sich Brandenburger Landespolitiker um Lösungen für den Erhalt des Werkes bemühen.

Die Einwohner des Dorfes Brottewitz, die Stadt Mühlberg, die Kurstadtregion, der Landkreis Elbe-Elster, die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten und das Land Brandenburg geben die von der Schließung bedrohte Zuckerfabrik so einfach nicht auf. Der Betriebsrat und die 90 Mitarbeiter erst recht nicht. Davon künden Protestaktionen, Transparente im Ort und die Ankündigung einer Demonstration am Freitag „Fünf vor Zwölf“. Am Montagnachmittag fand der Runde Tisch statt. Zwei Stunden lang wurde diskutiert.

Die spontanen Reaktionen in Brottewitz kommen für den Betriebsratsvorsitzenden Stefan Born keineswegs überraschend: „Viele arbeiten in der Fabrik, manche in zweiter und dritter Generation. Es herrscht eine große Verbundenheit wie in einem Familienbetrieb.“ Einige wenige Mitarbeiter hätten bereits die zurückliegenden Betriebsschließungen in Löbau und Delitzsch hinter sich und pendeln oder wohnen zeitweise in Elbe-Elster. Jetzt könnte es sie erneut treffen.

Die öffentliche Straße in Brottewitz hin zur Zuckerfabrik wird seit Sonntag von mehreren Transparenten gegen das drohende Aus des Werkes gesäumt. Die Interessengemeinschaft Brottewitz hatte die Wortes des Protestes nach Auskunft von Nancy Weidner vom Vorstand mit Zustimmung der Grundstückseigentümer an deren Zäunen und Toren angebracht. FOTO: LR / Manfred Feller
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