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Cybermobbing ist kein Kavaliersdelikt

Fiese Sprüche bis zur Hose runter

Mobbing im Internet: 1,5 Millionen Schüler sind betroffen. FOTO: Antonioguillem / fotolia

Elbe-Elster. Ohne Hemmungen: Mobbing im Internet – Gewalt mit schwerwiegenden Folgen.

Ein 15-jähriges Mädchen weiß sich keinen Ausweg mehr. Es springt aus gehöriger Höhe – und überlebt. Zum Glück. Feuerwehr, Rettungshubschrauber und Polizei sind im Einsatz. Mit Verletzungen wird das Mädchen ins Krankenhaus gebracht. Auch wenn die körperlichen Leiden geheilt werden können, die seelischen werden es wohl ein Leben lang nicht. Ein fiktiver Fall? Mitnichten! Passiert ist er im Februar dieses Jahres im Landkreis Elbe-Elster. Das Mädchen ist zuvor im Internet gemobbt worden, nach jetzigen Erkenntnissen über einen längeren Zeitraum. Cybermobbing nennt man das. Die Täter(innen) nutzen soziale Medien und Smartphones, um Opfer bloßzustellen und zu schikanieren. Polizeisprecher Torsten Wendt bestätigt das Geschehen. Er bittet aber darum, weitere Details nicht zu nennen. Er befürchtet Nachahmungseffekte.

Unbegründet ist seine Sorge nicht. Menschen, die im Internet teils auf übelste Weise gemobbt werden, tragen sich sogar sehr häufig mit Suizidgedanken. Mädchen und Jungen im jugendlichen Alter sind besonders gefährdet.

Dabei hat es Mobbing in der Schule schon immer gegeben. Hand aufs Herz, liebe Leser, ist bei Ihnen in der Klasse nicht auch der oder die Dicke gehänselt worden, die Rothaarige mit Sommersprossen nicht mitunter ausgegrenzt, die sportliche „Null“ verlacht worden? Das alles war für die Betroffenen schlimm genug.

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