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Über 20 Stände und Wagen mit regionalen Produkten haben wieder mehrere Hundert Besucher zum von der Wirtschaftsfördergesellschaft Elbe-Elster, vom Landwirtschaftsamt und von der Sparkassenstiftung unterstützten Prestewitzer Bauernmarkt gelockt. Der erstmals 1999 und seitdem sechs Mal im Jahr veranstaltete Bauernmarkt soll nur noch bis Jahresende in Prestewitz durchgeführt werden, war von Dieter Kestin zu erfahren. Als Vorsitzender der Prestewitzer Agrar GmbH wurden die ersten Märkte von ihm ins Leben gerufen und seitdem über den Ruhestand hinaus regelmäßig mit begleitet. „Viele Händler sind von Anfang an dabei. Auch haben uns über die Jahre viele Stammkunden die Treue gehalten. Ich selber bin jetzt 78 Jahre. Viele in meinem Alter können aber einfach nicht mehr. Sie können nicht mehr laufen, sie kommen mit Stock oder dem Rollator. Die Euphorie von vor 20 Jahren ist leider nicht mehr zu spüren“, so der rüstige Ruheständler.

So war wohl auch der diesjährige Erntekronenwettbewerb der letzte seiner Art. Zumindest in Prestewitz. „Wir haben das Problem im Auge und wir wollen gegensteuern“, war daneben von Bürgermeister Andreas Claus zu erfahren. So sollen ab 2019 die Bauernmärkte von Prestewitz zur wenige Kilometer weit entfernten historischen Brikettfabrik „Louise“ nach Domsdorf umziehen. Auch ein Erntekronenwettbewerb soll dort stattfinden.

Womit allerdings das nächste Problem ruchbar wird. Denn auch die Erntekronenkonstrukteure bewegen sich im Altersdurchschnitt mittlerweile zwischen 70 und 80 Jahren. Gerade mal in Hohenleipisch konnten zwei Nachwuchskräfte gewonnen werden. Bei den Landfrauen in Röderland wurden jetzt von der 84-jährigen Erntekronen-Hauptflechterin Ruth Dietrich die Nachwuchskräfte Ingetraud Tkocz (78) und Veronika Böhrdel (70) in den sensibelsten Arbeiten an einer Erntekrone ausgebildet.

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