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Sprengung am Montag geplant

Unter Rüben: Granate in Zuckerfabrik Brottewitz

Scheinbar klein, aber trotzdem enorm gefährlich: Enrico Schnick vom Kampfmittelräumdienst Brandenburg zeigt auf die in einem Behälter gesicherte Panzergranate. Sie soll am Montag kontrolliert gesprengt werden.FOTO: LR / Frank Claus

Brottewitz. Ein Abtransport ist nicht möglich. Die Kriegsmunition soll am Montag vor Ort kontrolliert gesprengt werden. Evakuierung nötig.

Kaum zu glauben: eine panzerbrechende Granate unterm Rübenberg. Entdeckt in der Südzuckerfabrik Brottewitz (Elbe-Elster). Schon der Transport dorthin war einer voller Gefahren. Denn der Weg der Rübe vom Feld bis zur Zuckerfabrik ist beileibe nicht auf Rosen gebettet.

Die zuckersüßen Feldfrüchte werden auf dem Acker mit schwerer Technik geerntet und meist in großen Mieten zwischengelagert. Dann kommt die Rübenmaus, wie die Insider den Rübenreinigungslader nennen, der die Zuckerspender zum Abtransport auf Lkws verlädt. Die Rüben purzeln auf die Ladefläche und ab gehts über mitunter recht üppig befahrene Straßen zur Zuckerfabrik. Dort werden die Rüben auf den betonierten Lagerflächen abgekippt und schließlich mit dem Radlader je nach Bedarf auf die Transportbänder geschüttet.

Nicht nur den wenig erschütterungsfreien Weg bis dahin hat die Granate überstanden. Auch den kräftigen Aufprall an den Metalldetektor, der über der Bandanlage angebracht ist und der verhindert, dass Metallteile in die Zuckerproduktion gelangen. Ein Wunder, wie Enrico Schnick, Sprengmeister beim Kampfmittelbeseitigungsdienst in Cottbus, sagt.

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