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Angst macht sich im Ort breit

Hohenleipisch vom Wolfsrudel umzingelt

Wenn sich der Wolf der kleinen Rinderherde am Reesberg in Hohenleipisch nähert, dann büchst sie aus. Der Elektrozaun ist bei drohender Gefahr und Panik kein Hindernis. Landwirt Gottlieb Buffink (r.), hier mit Bürgermeister Lutz Schumann, ist in ständiger Sorge um seine Tiere. FOTO: LR / Manfred Feller

Hohenleipisch. Das Raubtier treibt Rinder, Schafe und Rehe immer öfter bis an die bewohnten Grundstücke.

Der Wolf verbreitet Angst in Hohenleipisch. Immer öfter wird er in Ortsnähe gesehen, treibt Wild- und Nutztiere bis an die umzäunten Grundstücke.  „Erst am Mittwoch ist ein Wolf mit sechs Jungtieren bei der Grube Gotthold gesehen worden. Das ist ganz in der Nähe“, weiß Bürgermeister Lutz Schumann. Spaziergänger erzählen von wenig scheuen Einzelraubtieren. Das Familienrudel mit acht Tieren streife vom Naturschutzgebiet um das Forsthaus Prösa bis Hohenleipisch, Döllingen und die Nachbarorte, werde berichtet.

Richtige Unruhe herrschte in der Nacht zum Donnerstag südöstlich der Dresdener Straße in Hohenleipisch. Dort wohnt Gunter Müller. „Bis gegen 3.30 Uhr war ich viermal draußen, weil meine Hunde angeschlagen hatten. Deren Lefzen waren hochgezogen. Die Zähne standen blank“, beschreibt er. Dies sei ein Zustand höchster Erregung vor drohender Gefahr. „Auch die Hunde vom Schäfer haben Radau gemacht, und die Schafböcke haben gebrüllt ohne Ende“, so der 64-Jährige.

Hinter seinem Grundstück erstreckt sich eine abfallende Wiesenlandschaft. Also ein freies Jagdfeld. Immer wieder komme es vor, dass Schafe Schutz suchend von ihrer Weide flüchten und zusammengedrängt in einer Ecke am Grundstück ausharren. „Man konnte sehen, dass auch die Böcke Angst haben, obwohl sie eigentlich furchtlos sind“, hat der Hohenleipischer erlebt.

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