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Wenn die SED „ganze Arbeit geleistet hat“

Die Sorgen einer kleiner werdenden Kirche

Ilse Junkermann, Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), ist am Freitag und Sonnabend mit dem Landeskirchenrat zu Gast im Kloster Mühlberg. Der Kirchenkreis Bad Liebenwerda will das nutzen, sich vorzustellen. FOTO: dpa / Michael Reichel

Bad Liebenwerda/Mühlberg. Wie weiter, wenn die SED „ganze Arbeit geleistet hat“, wie Landesbischöfin Ilse Junkermann sagt.

Es ist eine spannende Zeit in der evangelischen Kirche, auch in der Mitteldeutschlands, die sich vor allem über Sachsen-Anhalt und Thüringen, aber auch über Teile von Sachsen und Brandenburg erstreckt. Gerade hat Landesbischöfin Ilse Junkermann (61) in ihrem letzten Bericht vor der Landessynode – ihre Amtszeit endet im August – zur kleiner werdenden Kirche gesagt: „Wir sind am Ende mit unseren bisherigen Maßnahmen und Ideen. Und wir haben keine Rezepte oder Modelle, die überall gleichmäßig passen. Wir stehen gemeinsam vor der Aufgabe, jeweils vor Ort in der konkreten Situation neue Wege zu suchen, mit Versuch und Irrtum Wege zu erproben, wie Kirche und Gemeinde auch anders als bisher gelebt und gestaltet werden kann.“

Da passt es, dass sich am Freitag und Sonnabend der Landeskirchenrat (LKR) „mit voller Kapelle“, also 22 Personen, im Kloster Mühlberg zu seiner Sitzung trifft. Zum Landeskirchenrat gehören die Landesbischöfin als Vorsitzende, die Regionalbischöfe und der reformierte Senior, die Präsidentin und die Dezernenten des Landeskirchenamtes, der Präses der Landessynode, der Leiter des Diakonischen Werkes. Acht Mitglieder werden aus der Landessynode in das Gremium gewählt, darunter mindestens sechs Mitglieder, die hauptberuflich nicht in einem kirchlichen Anstellungsverhältnis stehen.

Landesbischöfin Ilse Junkermann, die nach ihrer Amtszeit an die Uni Leipzig geht und zur „kirchlichen Praxis in der DDR – Kirche (sein) in Diktatur und Minderheit“ forschen will, hat in einem Interview mit MDR aktuell eine Antwort schon gegeben: Die SED habe im Osten „ganze Arbeit geleistet“.

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