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Drohende Schließung der Zuckerrübenfabrik Brottewitz

Landrat appelliert an Südzucker AG

Elbe-Elster. Bürgermeister und Amtsdirektoren aus Elbe-Elster unterzeichnen offenen Brief.

Elbe-Elster Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (CDU) hat sich gemeinsam mit Bürgermeistern und Amtsdirektoren des Landkreises in einem offenen Brief an die Konzernleitung der Südzucker AG gewandt, teilt die Kreisverwaltung mit. Die Nachricht, dass die Südzucker AG ihren Standort in Brottewitz offenbar schließen will, ist im Landkreis mit Fassungslosigkeit und Unverständnis aufgenommen worden, heißt es aus der Kreisverwaltung. „Wir nehmen das nicht einfach hin, sondern werden alles in unserer Macht Stehende tun, damit das Unternehmen diesen Schritt mit einschneidenden Konsequenzen für die Region noch einmal überdenkt“, kündigte Heinrich-Jaschinski an. Dazu gehöre auch ein offener Brief, der von ihm gemeinsam mit Bürgermeistern und Amtsdirektoren aus der kommunalen Familie im Landkreis unterzeichnet wurde. Darin heißt es: „Gut 90 qualifizierte Fachkräfte mit ihren Familien, viele Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe und rund 400 Zuckerrübenanbauer wären von einer Schließung der einzigen Zuckerfabrik im Bundesland Brandenburg hart getroffen. Wir haben für diese Entscheidung keine rationale Erklärung, zumal es sich bei dem Werk in Brottewitz nach Konzernangaben um einen ‚wichtigen Industriestandort und Arbeitgeber für die Menschen der Region‘ handelt.“ Das Südzucker-Werk sei für die Region auch ein Symbol für Leistung und Tatkraft mit hohem Engagement für die Ausbildung junger Menschen. Deshalb sei das Unternehmen erst unlängst für seinen Einsatz auf diesem Gebiet mit dem „Ausbildungs-Star 2017“ vom Landkreis gewürdigt worden, heißt es weiter. „Wir appellieren eindringlich an Sie, alles in Ihrer Macht Stehende zu tun, um diese für die gesamte Region verheerende Entscheidung zur Schließung der Zuckerfabrik Brottewitz bei Mühlberg/Elbe rückgängig zu machen“, schreiben Landrat und kommunale Vertreter.

Der offene Brief wurde mit den entsprechenden Unterschriften aus der Kreisverwaltung, den Ämtern, Städten und Gemeinden des Landkreises an die Konzernleitung in Mannheim abgeschickt, so die Pressestelle der Kreisverwaltung.

(ru)
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