ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Aus der Landwirtschaft in Elbe-Elster

Der Traktor bestellt das Feld allein

Heute sitzt in jeder der Landwirtschaftsmaschinen ein Mensch. Die Zukunft soll so aussehen, dass die programmierte Technik zumindest auf dem Feld allein fahren und miteinander kommunizieren kann. FOTO: ZB / Patrick Pleul

Elbe-Elster. Landwirte in Elbe-Elster können Projektkonzepte für die 5 G-Nutzung vorschlagen. Der Bund will ausgewählte Ideen fördern. Doch es herrscht Skepsis angesichts bestehender Funklöcher.

Der Leithammel trottet vorneweg und das Schafsvolk hinterher zur nächsten Weide. Was im Tierreich funktioniert, das kann bald auch die Technik. Der neue Mobilfunkstandard 5 G  soll dies möglich machen. Anders als auf öffentlichen Straßen beim autonomen Fahren, wo noch viele Hürden zu überwinden sind, ist die Landwirtschaft viel weiter.  Automatisierte Milchviehställe, in denen der Mensch das Kuhleben kaum noch stört, gibt es längst auch in Elbe-Elster. Und dank GPS ziehen die Traktoren  fast zentimetergenau schnurgerade Furchen und Drillreihen.

Bald soll die sogenannte Schwarmtechnologie auf den Äckern Einzug halten. Ein Führungsfahrzeug als Schaltzentrale dirigiert autonom arbeitende, menschenlose Zugmaschinen, die wiederum in Echtzeit zurückmelden, was sie gerade geschafft haben und jetzt tun. Oder der Mähdrescher bestellt selbst punktgenau den Traktor mit dem Kornanhänger. Dafür ist 5 G notwendig.

Die Landwirte sind nach Auskunft von Matthias Schneller, Leiter Stabsstelle Kreisentwicklung, aufgerufen, Projektvorschläge für Stall und Flur zu unterbreiten. Der Bund wolle wissen, was alles möglich ist und in der Startphase deutschlandweit die Konzepte von 50 ausgewählten Projekten fördern. Der Landkreis warte nun auf Ideen, damit er Anträge stellen kann.

(mf)
top