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Er und viele andere Landwirte mit Futterproduktion und Tierhaltung bauen nun auf die angekündigten Dürrehilfen von Bund und Land bei gravierenden Ertragsausfällen. Damit können die Stolzenhain-Prösener leider dienen. Bei Getreide lag der Durchschnittsertrag 2015 bis 2017 bei 51,20 dt/ha. 2018 sind es nur 35,05 dt/ha. Das sind 31,54 Prozent weniger. Roggen und Weizen sind Brotgetreide. Gerste und Triticale dienen der eigenen Futterversorgung.

Beim Raps ist es schlimmer. 31,33 dt/ha stehen dem Ist von nur 14,60 dt/ha gegenüber. Ein Minderertrag von 53,40 Prozent. Angesichts der tabaktrockenen Maisschläge ist es nicht verwunderlich, dass es beim Silomais katastrophal ist. Die dieses Mal gehäckselten 178 dt/ha Originalsubstanz sind deutlich weniger als der Schnitt der Vorjahre mit 408 dt/ha. Das sind 56,37 Prozent weniger.

„Angesichts dieser Zahlen müssten uns und anderen Dürrehilfen zustehen. Diese sollten auch sobald als möglich ausgezahlt werden, weil wir das Jahr 2019 mit dem Kauf von Saatgut und Düngemitteln vorbereiten müssen. Wir brauchen Planungssicherheit. Aber ich glaube nicht, dass das Geld noch in diesem Jahr kommt“, zweifelt Matthias Schubert daran, dass die Politiker wenigstens dieses Mal über sich hinauswachsen. Der Gürtel werde ohnehin enger geschnallt. „Wir müssen Investitionen in die Technik zurückstellen“, kündigt er an. Den notwendigen neuen Traktor werde es erst einmal nicht geben.

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