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Agrarpaket kritisch betrachtet

Grüne Kreuze auf den Feldern

Hans-Jürgen Gresch aus Koßdorf hat bislang zwölf grüne Kreuze aufgestellt – hier bei Burxdorf.FOTO: Gresch

Bad Liebenwerda. Hans-Jürgen Gresch aus Koßdorf schließt sich bundesweitem Protest gegen das Agrarpaket an.

Bauer Willi macht gegen das Agrarpaket von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) und Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) mobil. Und Bauer Hans-Jürgen Gresch aus Koßdorf schließt sich an und pflanzt grüne Kreuze auf Felder und Äcker. Genau zwölf sind es, die er seit Montag aufgestellt hat.

Zum Hintergrund: Der Agrarblogger Dr. Willi Kremmer-Schillings aus Rommerskirchen in Nordrhein-Westfalen – auch bekannt als Bauer Willi – hat mit einer Gruppe unabhängiger, engagierter Landwirte eine Aktion unter dem Motto „Grüne Kreuze“ gestartet. Die Mahnkreuze, so erklärt Hans-Jürgen Gresch, Landwirt im Ruhestand, sollen auf die Folgen des Agrarpakets und die allgemeine Lage in der Landwirtschaft hinweisen.

Das Agrarpaket, das das Bundeskabinett Anfang September gebilligt hat, umfasst drei Kernthemen: das Aktionsprogramm Insektenschutz, das Tierwohllabel und die Umschichtung der Agrarförderung hin zu mehr Umweltschutz. Das Tierwohllabel solle dem Verbraucher aufzeigen, wie die Tiere, zunächst Schweine, später auch Geflügel und Rinder, aufgewachsen sind. Die Stufen zeigen an, ob das im Handel erhältliche Fleisch den gesetzlichen Mindeststandards (Stufe eins) entspricht, die Tiere mehr Platz (Stufe zwei), Kontakt zu Außenluft (Stufe drei) oder „Premium“-Verhältnisse (Stufe vier) hatten. Beim Insektenschutz geht es vor allem um den Glyphosatverzicht bis 2023 und den Verzicht auf Pflanzenschutzmittel in Schutzgebieten. Im Punkt drei geht es um die Verringerung der flächenbezogenen Direktzahlungen.

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