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Internet-Kriminalität

Nacktfilmchen wird 27-Jährigem aus Bad Liebenwerda zum Verhängnis

Auf eine neue Masche von Internet-Betrug muss sich offenbar zunehmend die Polizei einstellen. Nach drei Fällen im nördlichen Brandenburg, gibt es nun den ersten Fall auch im Bereich der Polizeidirektion Süd (Symbolfoto). FOTO: Africa Studio / Africa Studio - stock.adobe.com

Bad Liebenwerda. Jetzt gibt es auch den ersten Fall von Online-Erpressung in Südbrandenburg. Ein junger Mann aus Bad Liebenwerda ist einer Internet-Betrügerin auf den Leim gegangen. Selbst schuld, denn er hat sich nackt gefilmt und ihr das Filmchen geschickt.

Am Montagabend hat sich ein 27-jähriger Mann aus Bad Liebenwerda bei der Polizei gemeldet, weil er offenbar keinen anderen Ausweg sah. Dabei hatte er die Misere, in der er steckte, selbst verschuldet. Im sozialen Netzwerk Facebook hatte er ein Frau kennengelernt, die ihn dazu gedrängt hatte, ihr Videos zu schicken, in denen er unbekleidet zu sehen ist.

Und dies hatte der junge Mann laut Polizei auch recht naiv getan. Die schlimme Konsequenz daraus folgte prompt: Die Frau erpresste ihn mit der Veröffentlichung der Aufnahmen und forderte Bargeld. Die Kriminalpolizei leitete Ermittlungen wegen der „Erpressung und der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches“ ein, wie es offiziell heißt. Damit hat die Polizeidirektion Süd den ersten Fall von Online-Erpressung dieser Art auf den Tisch.

Wie bereits berichtet, hatten sich vor wenigen Tagen bereits drei Männer bei der Polizeidirektion Nord gemeldet, weil sie von Frauen erpresst wurden. So hatte ein junger Prignitzer in einem Internetchat eine Frau aus dem Land Elfenbeinküste kennengelernt und schrieb sich mit ihr. Nach einiger Zeit übersandte er ihr Nacktbilder von sich. Kurz darauf erhielt er von der Frau die Forderung, dass er mehrere Hundert Euro zahlen solle, ansonsten würde sie die Bilder im Internet veröffentlichen.

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