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Stilles Gedenken

Noch nicht alle Toten gefunden

Am Gedenkstein für die nach Neuburxdorf umgebetteten polnischen Kriegsgefangenen wurden nach einem Totengebet Kränze niedergelegt. FOTO: LR / Karsten Bär

Neuburxdorf. Totengebet und Kranzniederlegung an Gräbern polnischer Kriegsgefangener.

Am Montag hat eine Delegation in Begleitung des Presseattachés der polnischen Botschaft in Berlin und Vorstandssekretärs der Stiftung Polnisch-Deutsche Aussöhnung, Dariusz Pawlos, den Soldatenfriedhof in Neuburxdorf besucht und der  hier begrabenen polnischen Toten des vormaligen Kriegsgefangenenlagers Stalag IVB gedacht.

Pawlos erinnerte nach der Begrüßung durch Bad Liebenwerdas Bürgermeister Thomas Richter daran, dass Polen im Zweiten Weltkrieg mit fast sechs Millionen Toten in Relation zu Größe und Bevölkerungszahl die meisten Opfer zu beklagen hatte. Viele Gräber der Polen, die Gefangenschaft und Zwangsarbeit nicht überlebten, befänden sich auf deutschem Boden, seien jedoch oftmals vergessen und nicht mehr auffindbar. Man bitte daher um Unterstützung, um entsprechende Stätten wiederzufinden und für ein würdiges Gedenken herzurichten. Pawlos würdigte die in Neuburxdorf und in der Gedenkstätte in Zeithain gepflegte Erinnerungsarbeit ebenso wie die beabsichtigte Errichtung eines Denkmals für die polnischen Opfer des Naziregimes in Berlin. Nach einem von Edward Wasowicz, Priester der Polnischen Mission in Mitteldeutschland, gehaltenem Totengebet wurden Kränze am Sammelgrab der aus Zeithain umgebeteten polnischen Kriegsgefangenen der Armia Krajowa niedergelegt.

Der Besuch auf dem Soldatenfriedhof in Neuburxdorf war Bestandteil einer Gedenkfeier, die Besuche in der Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain sowie eine Kranzniederlegung, Friedensgebet und einen Themenabend in Leipzig umfasste. Der Delegation gehörten neben Botschafts- und Konsulatsangehörigen Vertreter des Polnischen Institutes, des Zentralen Kriegsgefangenenmuseums Lambinowice-Opole, der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Sachsen sowie weitere Teilnehmer an.

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