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Aus dem Amtsgericht Bad Liebenwerda

Spielsüchtiger Soldat betrügt in Elbe-Elster die Bundeswehr

Am Amtsgericht Bad Liebenwerda wird ein ehemaliger Soldat verurteilt, weil er die Bundeswehr betrogen hat. FOTO: dpa / Britta Pedersen

Bad Liebenwerda. Das Gericht verurteilt den Schönewalder auf Zeit trotz hoher privater Schulden zu einer saftigen Geldstrafe.

Durch seine Spielsucht hat Siggi Zocker (Name geändert) einen gewaltigen Schuldenberg angehäuft. In der Verhandlung gegen ihn vor dem Amtsgericht in Bad Liebenwerda gibt er an, etwa 80 000 Euro förmlich in die Luft geblasen zu haben. In der Hoffnung auf den großen Gewinn hatte er sich bei Onlinespielen (wie Roulette) immer tiefer in den finanziellen Abwärtsstrudel bewegt. Woher das Geld stammte, das er auf Nimmerwiedersehen durch das Internet geschickt hat, wurde nicht erwähnt.

Um wenigstens den Lebensunterhalt bestreiten zu können, hatte er Kontrolllücken bei seinem Dienstherrn, der Bundeswehr, konsequent ausgenutzt. Diese zu laxe Prüfung wurde vom Gericht auch angemerkt.

Bis zur Verhandlung hat es allerdings eine ganze Weile gedauert. Die Staatsanwaltschaft wirft dem heute 30-Jährigen, der in Leipzig wohnt, vor, im Zeitraum vom 1. Mai 2015 bis 22. März 2016 in Schönewalde, seinem Einsatzort, die Bundeswehr in zehn nachgewiesenen Fällen um insgesamt mehr als 2000 Euro betrogen zu haben.

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