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Ratschläge in den Wind geschlagen

Auflagen sowie Hinweise der Tierschutztierärzte des Veterinäramtes zur Reduzierung des Tierbestandes und zu Haltungsanforderungen hätten nicht gefruchtet. Als offensichtlich wurde, dass die Anzahl der Katzen durch die Besitzer aus eigenem Antrieb und auch mit Unterstützung nicht reduziert werden würde, blieb den amtlichen Ärzten für Tierschutz keine andere Wahl als die Wegnahme, heißt es weiter.

In dem Tierheim wurden die Katzen zunächst tierärztlich untersucht und werden, soweit dies erforderlich ist, behandelt, sterilisiert beziehungsweise kastriert, geimpft und bis zur Vermittlung artgerecht untergebracht.

Tiere verletzt oder krank

Dass die Wohnung nicht gut für die Katzen war, würden die tierärztlichen Untersuchungen zeigen. Die Katzen befanden sich zum großen Teil in einem mäßigen Pflegezustand. Alle hatten Flöhe. Zehn Katzen hatten gesundheitliche Probleme (Zahn- und Zahnfleischerkrankungen, Hautentzündungen, Ekzeme u. ä.). Auffällig war, dass bei 13 Tieren frische, aber auch schon vernarbte Biss- und Kratzverletzungen festgestellt wurden. Dies zeuge davon, dass es bei Auseinandersetzungen untereinander für die schwächeren Tiere wegen des Platzmangels keine Ausweichmöglichkeiten gegeben habe. Einige der Katzen seien unterernährt gewesen. Sie wurden wahrscheinlich an den Futternäpfen von den stärkeren Tieren verdrängt. Eine solche Haltung habe mit Tierliebe nichts zu tun. Deshalb sei das Auflösen dieser privaten Katzenhaltung alternativlos gewesen.

Bei dieser Aktion in Elsterwerda sei das Veterinäramt des Landkreises Elbe-Elster von Mitarbeitern eines renommierten Tierschutzvereins, von der Polizei und vom Sozialpsychiatrischen Dienst professionell unterstützt worden, heißt es abschließend.

(mf)
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