ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Emotionale Hilfe im Arbeitskampf

Ein Lied für den Protest der Zuckerwerker

Südzucker Fabrik Brottewitz - das Schild vom Arbeitskampf 2009 bei Campina Elsterwerda - "Wir wehren uns! Keine Betriebsschließung!" wird an die Belegschaft der Zuckerfabrik übergeben. Es war der Auftakt für den Arbeitskampf. FOTO: LR / Frank Claus

Brottewitz. Interessengemeinschaft Brottewitz verbreitet emotionales Video gegen die Schließung der Zuckerfabrik.

Für den Arbeitskampf ein Streiklied und ein Videoclip! „Südzucker, für viele hier so wichtig! Südzuckers Verlust wär’ drastisch schwer! Südzucker, Vergangenheit und Zukunft! Südzucker, ja Du gehörst hier her!“ heißt es im Refrain des Liedes, das Martin Oehmler, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Brottewitz geschrieben hat und das Enno Beck an der Gitarre mit weiteren Mitgliedern eingesungen hat. Im Video, hergestellt von Franziska Oehmler und Donnerstagabend ins Netz gestellt, zeigen fast 30 Frauen und Männer Schilder hoch, auf denen sie gegen die beabsichtigte Schließung der Zuckerfabrik in Brottewitz nach der nächsten Rübenkampagne protestieren. Es sind stellvertretend für viele die Gesichter der Region – Südzuckerwerker in ihrer Arbeitskluft, junge und ältere Leute. Alle haben irgendwie eine Beziehung zur Zuckerfabrik. Dazu Fotos vom Werk, aus dem Ort. Botschaft: Wenn Südzucker stirbt, stirbt eine Region.

Hergestellt hat das Video die Interessengemeinschaft. Vizechefin Nancy Weidner: „Viele wollen helfen, das ist jetzt alles sehr emotional hier.“

Die beabsichtige Schließung der Südzucker Fabrik will eine ganze Region nicht hinnehmen. 90 Arbeitsplätze im Werk sind gefährdet, zahlreiche Nachfolgebetriebe von Agrarunternehmen bis zu Speditionen, Handwerkern und Dienstleistern wären betroffen. In Brottewitz und der Mühlberger Region ist die Zuckerfabrik neben den Kiesförderern der letzte produzierende größere Betrieb. Der Arbeitskampf ist in vollem Gange.

top