ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Der Chef geht in den Ruhestand

Generationswechsel im Agrarbetrieb Prösen

Neuem war Waldemar Dietrich immer aufgeschlossen. Auf sein Konto geht auch dieser moderne Stall in Prösen mit Strohlagerplätzen für die Milchkühe, separater Tränke mit gern genutzten Wellnessbürsten und vollautomatischem Melken. Seine Nachfolgerin Christina Pötzsch tritt in große Fußstapfen. FOTO: LR / Manfred Feller

Prösen. Nach viereinhalb Jahrzehnten als Geschäftsführer: Waldemar Dietrich legt den modernen Landwirtschaftsbetrieb in Prösen in die jungen Hände von Christina Pötzsch.

Der Reichenhainer Waldemar Dietrich kann auch nach 45 Jahren im gleichen Betrieb nicht von diesem lassen. Dabei hat er mit der 30-jährigen Christina Pötzsch aus Prösen seit dem 1. August 2018 eine praxiserfahrene und qualifizierte Nachfolgerin (bis Mitte April noch in Elternteilzeit). „Ich weiß, der letzte Arbeitstag ist längst vorbei. Ich mache noch die Inventur fertig“, entschuldigt sich der 66-jährige gestandene Landwirt fast. Die nächste Ausrede naht schon: Im März werden die Melkroboter umgebaut. Eigentlich Ruheständler, wird der Mehrfach-Ehrenamtler Waldemar Dietrich natürlich nicht fehlen.

Modernisierung und Technik waren schon immer sein Ding. Nach der Lehre als Rinderzüchter (1968 bis 1970) im VEG Tierzucht Köllitsch, wo er auch seine liebe Edith kennengelernt hatte, war er zunächst Viehpfleger in der LPG Bauernland Reichenhain und ab 1. Januar 1975 in der LPG Birkenhain Prösen. Schon zwei Jahre später, mit 25 Lenzen, wurde er Leiter der Milchviehanlage mit 1000 Kühen.  Milchleistung damals: rund 4000 Liter je Kuh und Jahr. Dort arbeitete mit dem Melkzentrum eine moderne Referenzanlage des Herstellers Impulsa.

Im größten Stall in Prösen, 2009 gebaut und hoch technisiert, fressen heute noch 320 Milchkühe betriebseigenes, genfreies, zertifiziertes Futter, das von einem Roboter immer wieder in Reichweite geschoben wird. Sie saufen vorgewärmtes Wasser, liegen auf Stroh, genießen die Kuh-Bürsten-Massage und gehen selbstständig in die voll­automatische Melkanlage. Ebenso gesteuert werden Luft und Licht. Der Mensch kontrolliert.

top