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Bauarbeiten in Oschätzchen

Trinkwasser für 23 000 Haushalte möglicherweise eingeschränkt

Die schwarze Stahlleitung (DN 400), die aus der Erde kommt (Pfeil), wird ersetzt, erst provisorisch durch eine DN-300-Leitung aus PE, in zweiter Phase durch eine DN-400 aus PE. Von links: Heiko Pirschel (Meister Trinkwasser), WAV-Verbandsvorsteher Maik Hauptvogel und Silvio Graf, Technischer Leiter. FOTO: LR / Frank Claus

Bad Lieberwerda. Wenn alles planmäßig läuft, merken die Kunden nichts. Und das, obwohl die Haupt-Trinkwasserleitung des Wasserwerkes Oschätzchen, an der auch Bad Liebenwerda und Elsterwerda hängen, gekappt wird.

In der Nacht vom Sonnabend (11. Mai) zum Sonntag wird an der Trinkwasser-Hauptleitung im Wasserwerk Oschätzchen gearbeitet. Hintergrund ist die dringend notwendige Erneuerung eines etwa 30 Meter langen Teilstücks im Wasserwerk selbst. Etwa 23 000 Haushalte werden vom Wasserwerk Oschätzchen, das vom Wasser- und Abwasserverband Elsterwerda (WAV) betrieben wird, mit Trinkwasser versorgt. Dazu zählen auch die Städte Bad Liebenwerda und Elsterwerda. Die Baumaßnahmen sind bewusst in die Nachtstunden von Sonnabend, 23 Uhr, bis Sonntag, 5 Uhr, gelegt worden, um die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten. Hauptabnehmer ist die ODW Frischprodukte GmbH (ehemals Milchwerk) in Elsterwerda.

Mit dem Ausbau des stark inkrustierten, mit Ablagerungen behafteten Stahlrohrs DN 400 (innerer Durchmesser 40 Zentimeter), ist in Teilen bereits begonnen worden. Anstelle dessen ist eine DN-300-PE-Leitung verlegt worden. In der Nacht zum Sonntag erfolgt nun die „Operation am offenen Herzen“, wie Heiko Pirschel, der zuständige Meister Trinkwasser, sagt. Dazu muss der Wasserfluss komplett unterbrochen werden, um die alte und neue, zunächst provisorische Leitung umzuschließen. In einem zweiten Schritt, dazu muss erst die alte Stahlleitung aus dem Boden geholt und eine neue DN-400-PE-Leitung verlegt werden, wird dann der ursprüngliche Nenndurchfluss wieder erreicht.

Im Grunde genommen dürften die Kunden von diesen Bauarbeiten bis auf ein paar Druckschwankungen aber nichts mitbekommen. Denn der Trinkwasserverband wird den Hochbehälter in Elsterwerda-Biehla kurz vor der Trennung der alten Leitung noch einmal randvoll befüllen. 1000 Kubikmeter fasst dieser Behälter.

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