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Ab 9.30 Uhr wird es ernst

Weltkriegsgranate in Zuckerfabrik Brottewitz wird am Montag gesprengt

Brottewitz. Vom Rübenacker direkt in die Fabrik: Am Montag wird die in der Zuckerfabrik der Südzucker AG in Brottewitz (Elbe-Elster) entdeckte Weltkriegsgranate gesprengt. Der Sperrkreis gilt ab 9.30 Uhr.

Bei Reinigungsarbeiten am Metalldetektor einer Zuckerrüben-Förderanlage ist am Montag, 7. Januar, in der Südzucker-Fabrik in Brottewitz eine Panzersprenggranate entdeckt worden. Die Granate ist über die Rübentransporte vom Acker mit in die Fabrik gelangt. Die zehn Kilogramm schwere Granate mit 60 Gramm Sprengstoff ist noch immer hochgefährlich, wie die Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes Brandenburg festgestellt haben. Mit dieser Munition sind im Zweiten Weltkrieg schwer gepanzerte Fahrzeuge bekämpft worden. „Noch in 1000 Meter Entfernung konnte 20 Zentimeter starker Stahl durchschlagen werden“, weiß Kampfmittelexperte Enrico Schnick, der auch die kontrollierte Sprengung am Montag vornimmt. Ein gesicherter Abtransport ist nicht mehr möglich, da die Granate auf dem Acker und auf dem Weg bis hin auf die Bandanlagen inzwischen mehrfach schweren Erschütterungen ausgesetzt war und unklar ist, wie instabil sie inzwischen ist.

Grube ausgehoben und 500 Meter Sperrkreis

Deshalb haben Mitarbeiter des Mühlberger Bauhofes auf einer freien Fläche innerhalb der Zuckerfabrik bereits eine etwa ein Meter tiefe Grube ausgehoben und drumherum einen etwa zwei Meter hohen Erdwall angelegt. Die Granate wird in den Erdwall verbracht. Dort legt ihr der Sprengmeister die Zündvorrichtung an. Danach wird die Granate mit Erde verfüllt. Auf Stroh, wie sonst auch üblich, werde verzichtet, weil durch die geringe Ernte im vergangenen Sommer deutlich geringere Mengen verfügbar sind.

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