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Berufstätige Pendler

Ein Leben auf Straße und Schiene

Gut belegt sind die Parkplätze am Bahnhof Elsterwerda auch während der Ferien. Darunter befinden sich die Autos zahlreicher Berufspendler.FOTO: Manfred Feller

Elbe-Elster. Die Anzahl der berufstätigen Pendler ist binnen eines Jahres noch einmal angewachsen. Tausende verlassen täglich Elbe-Elster.

Erneut angewachsen ist die Anzahl der Pendler, die zu ihrer Arbeitsstelle den Landkreis Elbe-Elster verlassen. Mittlerweile sind es nach Angaben des Bundesinstitutes für Bau-, Stadt- und Raumforschung fast 13 400 Frauen und Männer, die vor allem in den Nachbarkreisen in Lohn und Brot stehen oder gar bundesweit unterwegs sind. Das ist inzwischen mehr als jeder dritte Beschäftigte. Diese Zahl stammt vom Stichtag 30. Juni 2016. Eine aktuellere ist nicht kommuniziert worden. Viele andere Berufstätige legen weite Strecken innerhalb des Landkreises zurück.

Erst im Frühjahr hatte die Gewerkschaft IG Bauen-Agrar-Umwelt die Pendlerzahlen vom Jahr zuvor genannt. Seinerzeit machten sich täglich rund 12 700 Berufstätige auf den Weg außerhalb des Landkreises. Kritisiert wurde und wird, dass lange Fahrzeiten auf Dauer die Gesundheit beeinträchtigen, familienfeindlich sind und den Geldbeutel belasten. Die Gewerkschaft fordert einen besseren Öffentlichen Personennahverkehr und mehr bezahlbaren Wohnraum in den Ballungsräumen.

Die stärkste Verflechtung gibt es mit dem benachbarten OSL-Landkreis. Dort arbeiten 2473 Elbe-Elster-Bewohner. Im Gegenzug verdienen hier 1625 OSL-Berufstätige ihr Geld. Insgesamt pendeln 5468 Menschen ins Brandenburger Land. Nach Sachsen fahren 4608. Darüber hinaus gibt es fast keine Ecke im Bundesgebiet, die nicht angesteuert wird: 46 arbeiten in Nordfriesland, 197 in Niedersachsen, 276 in NRW, 302 in Baden-Württemberg, 444 in Bayern und 71 in Mecklenburg-Vorpommern.

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