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Die Freude an der Arbeit ist auch für Reinhard Scholz vom Restaurant "Vetternwirtschaft" in Finsterwalde wichtig, um das Team zusammenzuhalten. Aus seiner Erfahrung sei der Arbeitsmarkt leer, was geeignete Fachkräfte angeht. "Da muss man auf die Leute aufpassen, die man hat", ist er überzeugt. Den Gedanken, in der "Vetternwirtschaft" auch einen Mittagstisch einzuführen, habe man beiseitegeschoben. Eine Stunde in der Woche findet sich das Team zum gemeinsamen Sport zusammen. Im Moment - toi, toi, toi - habe man keine Personalsorgen. Aber wo die Zukunftsmusik spielen wird, sei schwer vorauszusagen. Der Beruf habe heutzutage nicht immer mit Berufung zu tun, das sei - nicht nur in der Gastronomie - ein gesellschaftliches Problem.

Auch im Parkhotel in Schönewalde ist die "Mannschaft" komplett. Hier sind vor allem Dienstreisende und Monteure zu Gast. Die Küche hat nur abends geöffnet. Schwierigkeiten beim Personal im Service gebe es nicht, so Mitinhaberin Kerstin Schicke. "Aber wenn unser Koch einmal unvorhergesehen ausfallen sollte, dann haben wir ein Riesenproblem. Es ist kein Ersatz zu bekommen", sagt sie.

Hartmut Bönisch vom Café Bönisch in Falkenberg hat die Hoffnung auf eine zusätzliche Servicekraft im Sommer aufgegeben. "Es findet sich niemand. Vor allem jüngere Frauen mit Familie können abends und am Wochenende wegen der Kinder nicht arbeiten, schon gar nicht, wenn die Männer auf Montage sind", sagt Bönisch. Das Café müssen er und seine Frau mit Tochter und Schwiegersohn ohne fremde Hilfe stemmen.

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