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RUNDSCHAU-Serie

Laden um die Ecke verschwindet

Gabriele Dörries-Meyer betreibt mit ihrem Mann Wolfgang das Haushaltswarengeschäft in Elsterwerda in dritter und letzter Generation.FOTO: Feller

Elsterwerda. Kleinstädte wie Elsterwerda haben das Glück, dass viele Häuser, in denen sich Geschäfte befinden, in einer Hand liegen. Im anderen Fall hätten die Einnahmen die Unkosten nicht mehr gedeckt.

Der Laden wäre längst zu.

So auch das Haushaltswarengeschäft von Gabriele Dörries-Meyer und ihrem Mann Wolfgang Meyer in Elsterwerdas Zentrum. Doch das Rentnerehepaar möchte noch für seine Kunden da sein. Schließlich gibt es an dieser Stelle seit 1909 ein Geschäft. Gegründet von Reinhold Dörries, war es anfangs eine Schlosserei mit Eisenwaren- und Waffenhandel. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Sortiment auf den Haushalt umgestellt.

Der Online-Handel, die Discounter mit ihrem wachsenden Angebot und die Einkaufsparks auf der grünen Wiese machen den kleinen Händlern überall im Land zu schaffen, wissen die beiden. Die Stadt habe Fehler gemacht, ist die Inhaberin überzeugt. Das Center am Stadtrand sei zu groß, die Sparkasse und weitere Kundenbringer hätten ins Zentrum gehört. "Das Publikum wurde systematisch herausgezogen", blickt Gabriele Dörries-Meyer mit Sorge auf die immer älter werdende Kundschaft.

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