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Ohne Stolperfallen einkaufen

Rollatortaugliche Wege, niedrige oder abgesenkte Borde - in den Elbe-Elster-Städten wie hier in Elsterwerda ist baulich viel, aber nicht alles geschafft.FOTO: Feller

Elsterwerda/Bad Liebenwerda. Wer gut zu Fuß ist, dem sind abgesenkte Straßenborde, Stufen vor Geschäften und Büros ziemlich egal. Mit dem Kinderwagen, an Krücken, mit dem Rollator, dem Blindenstock oder im Rollstuhl wissen die Betreffenden jede Erleichterung zu schätzen.

Auch wenn es noch viel zu tun gibt - in den Städten und Dörfern im Landkreis hat sich mit Millionenaufwand einiges getan.

Einfach drauflosbauen, das geht längst nicht mehr. "Bei jeder Baumaßnahme im öffentlichen Raum werden die Belange Behinderter und Älterer berücksichtigt", sagt der Elsterwerdaer Bauamtsleiter Uwe Schaefer. Der Behindertenbeauftragte des Landkreises achte bereits bei der Planung darauf. Zudem mache der Seniorenrat der Stadt auf Unzulänglichkeiten aufmerksam. Schwierig sei in Innenstädten der Spagat zwischen Denkmalschutz und berechtigten Interessen der Nutzer des öffentlichen Raumes. Nur ein Stichwort: Kopfsteinpflaster. Elsterwerda habe sich vom Schutzstatus verabschiedet und nun mehr Gestaltungsspielraum. Die Älteren und Behinderten im Blick zu haben, dies sei, so Bauamtsleiter Uwe Schaefer, eine permanente Aufgabe für die Verwaltung der Stadt.

Bad Liebenwerda ist nach Auskunft von Ingrid Rokitte, Vorsitzende des Sprecherrates des Behindertenbeirates, noch einen Schritt weitergegangen und hat diese Interessenvertretung vor vier Jahren selbst initiiert. Heute gehören ihr 22 Mitglieder an: darunter Personen aller Altersgruppen und Behinderungen. Wer, wenn nicht die Betroffenen selbst wissen, was für mehr Barrierefreiheit getan werden muss. Die Kurstadt habe sich zudem 2007 der UN-Behindertenrechtskonvention angeschlossen.

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