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Doberlug-Kirchhain hat ein Brückenproblem

Die Brücke in der Finsterwalder Straße von Doberlug-Kirchhain ist stark frequentiert, aber ein Nadelöhr mit großen Verkehrsunsicherheiten. Eine Erneuerung und Verbreiterung würde hier die Chance für einen sicheren Schulweg bieten. FOTO: Heike Lehmann

Doberlug-Kirchhain. Es scheint wie die Wahl zwischen Pest und Cholera. Die Deutsche Bahn will in Doberlug-Kirchhain Brücken erneuern. Um nicht in Millionenhöhe dafür bluten zu müssen, sucht die Stadt nach einem Ausweg. Wie viel aber ist den Einwohnern zuzumuten?

Im Rahmen des Streckausbaus Berlin-Dresden will die Deutsche Bahn in den Jahren 2025 bis 2028 die Brückenbauwerke in der Cottbuser Straße, der Finsterwalder Straße, der Südstraße und über die L 60 am Bahnhof erneuern – natürlich nach neuesten technologischen Anforderungen. Das hat Folgen für deren lichte Höhen und Breiten und würde – nach den Vorstellungen der Bahn – und nur für die Bauwerke in der Cottbuser, der Finsterwalder und der Südstraße insgesamt etwa 5,7 Millionen Euro netto kosten. Für die Finsterwalder und auch für die Südstraße sieht die Bahn künftig den Begegnungsfall Bus/Bus vor.

Nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz ist die Stadt zu einem Drittel an den Kosten zu beteiligen. „Alle Muss-Forderungen der Bahn zusammengerechnet ergäben einen Anteil für die Stadt von 4,35 Millionen Euro“, umriss Bürgermeister Bodo Broszinski das Ausmaß des Brückenproblems. Das rollt zu einer Zeit auf die Stadt zu, wo eigentlich mit Erweiterungen für Schule und Hort wichtigere Herausforderungen anstehen.

Es war die Idee der Stadtverordneten, mit einem veränderten Verkehrsfluss diese drohende finanzielle Belastung zu reduzieren. Die Deutsche Bahn und der Landesbetrieb Straßenwesen teilten diesen Ansatz. Das Planungsbüro Brenner Bernard lngenieure Dresden wurde beauftragt,  ein Verkehrskonzept zu erstellen. Erste inhaltliche Ansätze wurden am Freitagabend im Refektorium vorgestellt – ergebnisoffen, wie es hieß. Knapp 40 interessierte Einwohner nutzten die Chance, ihre Bedenken und Vorschläge einzubringen.

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