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Ausgezeichnet im Amt Kleine Elster

Ein Klaps und Temperament mit Folgen

Ehre dem Ehrenamt im Amt Kleine Elster: Die SilberElster 2018 geht an Cordula MIttelstädt, den Heimatverein Sallgast und die Freiwillige Feuerwehr Dollenchen. Amtsausschussvorsitzender Lutz Modrow (l.) und Amtsdirektor Gottfried Richter (r.) mit der Preisträgerin sowie den Vertretern der Feuerwehr Steffen Kinzl und Frank-Uwe Mittelstädt und Wolfgang Bauer vom Heimatverein (v.l.). FOTO: Gabi Böttcher

Dollenchen. Festliche Stimmung im Gasthaus Stuckatz in Dollenchen. Die „Finsterwalder Saxologen“ sorgen am Mittwoch für mitreißende Rhythmen. Das Ehrenamt in den Gemeinden des Amtes Kleine Elster gerät ins Scheinwerferlicht.

Es ist das 16. Mal, dass an diesem Mittwochabend im Amt Kleine Elster die SilberElster für herausragendes ehrenamtliches Engagement vergeben wird. Amtsdirektor Gottfried Richter ordnet dieses Ereignis als eines der schönsten im Jahr ein – und das, obwohl es dem Verwaltungschef beim Vorbereiten der ehrenden Worte besonderen Einsatz abverlangt. Jedes Jahr aufs Neue mit dem Fazit: Es ist überragend, was manche Menschen so leisten. Und alles im Dienste der Dorfgemeinschaft, ja sogar weit darüber hinausreichend.

Die Silber­Elster in der Kategorie der Einzelpersonen geht 2018 an Cordula Mittelstädt aus Dollenchen. Dafür gibt es aus den Reihen der Gäste sogar einen Klaps auf den Hinterkopf für Ehemann Frank-Uwe Mittelstädt. Michael Schadock aus Göllnitz zu seiner spontanen Geste: „Das hat sie sich wirklich verdient. Gratulation.“ Gottfried Richter nennt eine schier endlose Kette von Aktivitäten, mit denen sich die ursprünglich aus Sallgast stammende Cordula Mittelstädt einen Namen gemacht hat. Ihre berufliche Umorientierung vom Gaststättengewerbe zur staatlich anerkannten Fachkraft für Sozialarbeit wurde zugleich zu einer Berufung. Ob als Jugendkoordinatorin mit spezifischen Qualifikationen oder in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit in verschiedenen Funktionen und mit großem Herzen für die Feuerwehr sowie den von ihr im Jahr 2007 mitbegründeten Verein „Kinderland Dollenchen“ – es scheint, dass der Tag für Cordula Mittelstädt mehr als 24 Stunden hat. Gottfried Richter: „Als Vereinsvorsitzende ist sie stets eine Gestalterin.“ So mancher Glanz fiel durch ihr maßgebliches Engagement und die Fähigkeit, Mitstreiter zu begeistern, auf die gesamte Gemeinde, ja auf das Amt und den Landkreis. Ein Beispiel: Im Jahr 2010 geht der Familienpreis des Landes Brandenburg nach Dollenchen.

Den anerkennenden Klaps auf den Hinterkopf kann Ehemann Frank-Uwe Mittelstädt an diesem Abend auch für sich in Anspruch nehmen. Als Ortswehrführer nimmt er gemeinsam mit seinem Stellvertreter Steffen Kinzl die SilberElster für die beste Ortswehr des Amtes entgegen. Ermittelt nach einem Punktesystem geschah dies zum zweiten Mal hintereinander und zum vierten Mal insgesamt. Die mit einer Wanderfahne verbundene Ehrung verbleibt nunmehr in Dollenchen. Eine neue Fahne muss angeschafft werden. Und weil der laut Amtsdirektor „temperamentvolle Bürgermeister“ von Crinitz, Horst Hofmann, die anlässlich der Vergabe des Beinamens „Töpfergemeinde“ ausgeliehene Amtsfahne kurzentschlossen mit dem Zusatz Crinitz versehen hatte, löste er beim Chef der Verwaltung eine neue Idee aus. Überraschung am Mittwoch: Jede Feuerwehr des Amtes hat jetzt eine Fahne mit dem eigenen Ortsnamen.

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