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Straußenleder-Gerberei

Laden wie Leder: Jedes Stück ein Unikat

In der vierten Generation führt Paul Höppner die Familien-Gerberei. Spezialisiert hat er sich auf Straußenleder - und das ist einmalig in Deutschland. FOTO: LR / Japke

Doberlug-Kirchhain. Paul Höppner führt, nach eigenen Aussagen, die einzige Straußenleder-Gerberei in Deutschland. Die Kundschaft geht ihm nicht aus. Probleme bereitet ihm allerdings fehlender Nachwuchs.

Meterhoch stapeln sich die Lederhäute in der Gerberei von Paul Höppner. Fuchs, Waschbär, Mader und vor allem: Türme voller Straußenleder. Schneeweiß mit ihrer einzigartigen Noppen-Prägung liegen sie da und warten auf Weiterverarbeitung. „Straußenleder ist nach dem vom Krokodil das teuerste Leder der Welt. Wir sind die einzigen in ganz Deutschland, die es noch gerben“, erklärt Paul Höppner stolz. Die boomende Nachfrage führt aber auch zu Problemen. Denn: Paul Höppner schmeißt den Laden (fast) allein.

Die Gerberei wurde 1886 das erste Mal amtlich erwähnt. In der vierten Generation führt Paul Höppner diese Familientradition nun fort. An der Wand hängen schwarz-weiß Bilder von früher, als die Lederhäute in der vor dem Haus verlaufenden Elster gewaschen wurden. „Als es noch Wasser in der Elster gab“, meint Paul Höppner etwas scherzhaft.

Gerberei ist traditionelles Handwerk

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