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Niederlausitzer Kreishandwerkerschaft

Werner ist in seinem Traumberuf angekommen

Gesellenfreisprechung der Niederlausitzer Kreishandwerkerschaft: Anlagenmechaniker für Installateur- und Heizungsbau - Werner Landgraf, Philipp Wahrlich, Markus Herfurth, Jan Adam und Tom Hoffmann (v.l.). FOTO: Heike Lehmann

Finsterwalde. Am Freitag haben 30 junge Handwerker ihre Gesellenbriefe von der Niederlausitzer Kreishandwerkerschaft bekommen. Vor ihnen liegt ein erfülltes Berufsleben, denn Fachkräfte werden in allen Branchen händeringend gesucht. Doch nicht jeder Auszubildende hat den Abschluss geschafft.

Die Niederlausitzer Kreishandwerkerschaft hat seit Freitag 30 junge Metallbauer, Maler, Zimmerer, Straßenbauer, Tischler, Anlagenmechaniker sowie Karosserie- und Fahrzeugbauer mehr. Sie haben die Winterprüfungen 2018/19 erfolgreich absolviert, vor den Prüfungsausschüssen ihre erworbenen theoretischen Kenntnisse und fachlichen Fähigkeiten bewiesen und dafür ihre Gesellenbriefe erhalten. Kreishandwerksmeister Jürgen Mahl gratulierte den jungen Gesellen und Fachpraktikern, verwies aber mit ein bisschen Wehmut darauf, dass nicht alle Prüflinge erfolgreich waren. Bei dem ein oder anderen hätte es an der nötigen Motivation gefehlt. „Die heutige künstliche Intelligenz ersetzt nicht den eigenen Fleiß und das Lernen“, mahnte Jürgen Mahl. Jene Junghandwerker, denen der Gesellenbrief überreicht werden könne, haben eine „solide Grundlage für ihren beruflichen Weg erworben“, so Mahl. Ihnen stehen alle Türen offen, sich bis zum Handwerksmeister weiter zu qualifizieren.

Auf Werner Landgraf trifft das zu. Der 20-Jährige aus Bad Liebenwerda ist in seinem Traumberuf angekommen. „Schon in der 7. Klasse hat er sein erstes Praktikum gemacht. Danach hat er das durchgezogen und jetzt ist er Klempner, wie er es immer wollte“, sagt die stolze Mutter. Korrekt heißt der Ausbildungsberuf Anlagenmechaniker für Installateur- und Heizungsbau. Den Gesellenbrief hat der Prüfungsbeste wie seine Kollegen aus den Händen von Innungsobermeister Mario Kuhla erhalten. Und Werner Landgraf hat, wie viele der jungen Gesellen das Glück, dass ihn sein Ausbildungsbetrieb, die Heizungsbau Hürtgen GmbH, übernommen hat.

„Die Chance, Ihre berufliche Zukunft in der Heimat zu finden, ist groß“, betonte denn auch Elbe-Elster-Landrat Christian Heinrich-Jaschinski. Als Beleg führte er die florierende Wirtschaft, die sinkende Arbeitslosenzahl und die vollen Auftragsbücher bei den Handwerkern an. Ausdruck der Wertschätzung des Handwerks sei es, dass sich gleich zwei Landräte an einem Freitagnachmittag die Zeit nehmen, um an der Gesellenfreisprechung teilzunehmen. Amtskollege, Siegurd Heinze, Landrat vom Landkreis Oberspreewald-Lausitz, hat selbst vor mehreren Jahrzehnten stolz seinen Gesellenbrief als Elektromonteur entgegengenommen, wie er sagte.

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